Erstellt am 26. Juni 2016, 20:46

Konservative vorne, Podemos zweite. Bei der Neuwahl in Spanien konnte die konservative Partei (PP) von Regierungschef Mariano Rajoy ihren ersten Platz verteidigen.

 |  APA/ag.

Die linksgerichteten Unidos Podemos (Vereint schaffen wir das) überholten am Sonntag die Sozialdemokraten (PSOE) und liegen damit am zweiten Platz, wie Nachwahlbefragungen des staatlichen Fernsehens TVE zeigten.

Wie die Zeitung "El Pais" (Online) unter Berufung auf den staatlichen Sender berichtete, würden laut Hochrechnungen zwischen 117 und 121 Parlamentssitze der insgesamt 350 Mandate auf die PP entfallen, Unidos Podemos würde auf 91 bis 95 und die PSOE auf 81 bis 85 Sitze kommen. Ciudadanos hätten laut dieser Prognose 26 bis 30 Sitze.

Bei der Wahl am 20. Dezember 2015 hatte die PP 123 Mandate errungen, Podemos - allerdings vor dem Zusammenschluss mit der Vereinigten Linken (Izquierda Unida, IU) - 69 und Ciudadanos 90.

Schon vor einem halben Jahr hatte es in Spanien Parlamentswahlen gegeben, in der Folge konnte aber kein Regierungsbündnis gebildet werden. Zwar war die PP erneut stärkste Kraft geworden, doch gelang es ihr nicht, einen Partner für die Bildung einer Koalitionsregierung zu gewinnen. Auch die zweitplatzierte Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) unter Pedro Sanchez scheiterte mit der Bildung einer Koalition, so dass letztlich König Felipe VI. Anfang Mai Neuwahlen ansetzte.