Erstellt am 19. Februar 2015, 12:22

von APA/Red

Steirer plant Weltrekord als laufende "lebende Fackel". Den Rekord für den "längsten Ganzkörperbrand ohne Sauerstoffversorgung" hält der Stuntman Joe Tödtling aus dem oststeirischen Passail bereits seit 2013.

Nun möchte er im März den Weltrekord für die längste gelaufene Strecke, während sein Körper - natürlich gut geschützt - komplett in Flammen steht, brechen. Weitere Rekordversuche seien bereits geplant, sagte der Profi-Stuntman. "Ich habe diesen Rekordversuch schon länger geplant und wollte ihn unbedingt in Passail durchführen, weil ich hier aufgewachsen bin und lebe. Außerdem ist der Hauptplatz aufgrund seiner ovalen Form optimal geeignet", erklärte Tödtling.

2013 schaffte es der aktuelle Rekordhalter Ted Batchelor eine Strecke von 161,27 Meter brennend und ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung zurückzulegen. Das gilt es für Joe Tödtling nun zu brechen.

 

"Angst habe ich dabei natürlich immer"

Die Schwierigkeiten dabei sind vor allem, die Flammen aufrecht- und die Hitze vom Körper fernzuhalten. Dabei darf er aber maximal drei Schichten Kleidung tragen, die in eine spezielle Flüssigkeit getränkt werden, sagte der Passailer. Dabei könnte er sich unter anderem die Atemwege verbrennen oder erblinden.

"Angst habe ich dabei natürlich immer. Aber das Adrenalin gibt mir zusätzliche Kraft, die ich benötige. Wichtig ist, die Nerven nicht wegzuwerfen", so der 35-Jährige. Den Rekordversuch am 20. März sehe er als Vorbereitung für eine weitere heuer geplante Unternehmung auf der Teichalm am 27. Juni.

Tödtling möchte drei Rekorde auf einmal brechen

Dort möchte er gleich drei Rekorde auf einmal brechen: den jeweils längsten von einem Pferd bzw. einem Fahrzeug gezogenen Vollkörperbrand und jenen über die längste Distanz. Eine Runde um den Teichalmsee - 1.170 Meter - wird er in Etappen überwinden, die ersten 500 Meter von einem ausgebildeten Stuntpferd gezogen. Danach wird zum Quad gewechselt, um die restliche Strecke von dem kleinen Kraftfahrzeug gezogen zu bewältigen. Die Geschwindigkeit dabei soll rund 30 km/h betragen.

Bei den Vorbereitungen und der Durchführung sei er aber stets auf andere angewiesen: "Meine Frau unterstützt mich immer. Sie weiß genau, wie dieser Prozess abläuft und was zu tun ist. Außerdem brauche ich natürlich Hilfe von der Feuerwehr und Personen, die sich mit der Prozedur auskennen", sagte Tödtling.