Erstellt am 25. April 2016, 14:27

von APA Red

SPÖ beruft kurzfristig Präsidium für Montagabend ein. "Personaldiskussionen werden wir dabei sicher nicht führen. Wir lassen uns in dieser schwierigen Zeit als Gesamtpartei nicht auseinanderdividieren", hieß es.

SPÖ will sich hinter Fayman stellen  |  NOEN, APA (Archiv)

Ziel ist es, sich bei dem Treffen um 18 Uhr im Parlament klar hinter Parteichef Werner Faymann zu stellen: "Es gibt nur eine SPÖ und als solche sind wir alle dafür verantwortlich, an unserer politischen Strategie etwas zu ändern", so Schmid.

"Was uns sicher nicht weiterhilft, sind Personaldebatten. Gemeinsam mit unserem Parteivorsitzenden, Bundeskanzler Werner Faymann wollen wir die SPÖ wieder so aufstellen, dass sie für die Menschen eine vertrauenswürdige Kraft darstellt", hieß es im Namen aller neun Landesparteivorsitzenden.

Festgehalten wird in der Stellungnahme, dass es nach dem "sehr enttäuschenden Wahlergebnis" inhaltliche Diskussionen und "die richtigen Konsequenzen" geben müsse. "Wir gewinnen gemeinsam und wir verlieren gemeinsam.

Wir nehmen das Wahlergebnis ernst und setzen alles daran, aus diesem Ergebnis die richtigen Schlüsse zu ziehen. Im Übrigen werden strukturelle, inhaltliche und personelle Fragen bei Parteitagen entschieden."

Die SPÖ müsse wieder mehr Glaubwürdigkeit beim Wähler erlangen. Diesen Schluss zogen Sozialminister Alois Stöger und Soziallandesrätin Sonja Wehsely unterdessen aus dem Debakel des roten Hofburg-Kandidaten Rudolf Hundstorfer. Eine Personaldiskussion wollten die beiden am Rande der Landessozialreferentenkonferenz nicht lostreten.

Wehsely meinte, die Personalfrage sei das eine, aber es gehe auch darum, mit mehr Wahrhaftigkeit und einer Neuausrichtung die Menschen wieder zu erreichen. Bei der Wien-Wahl sei dies mit einer klaren Positionierung auch schon gelungen.

Auch Stöger wollte die Personalfrage nicht in den Vordergrund stellen. Vielmehr betonte er, dass gute Politik und Glaubwürdigkeit die Basis dafür seien, die Wähler zurückzugewinnen.