Erstellt am 27. Februar 2015, 13:35

von APA/Red

Winter war der achtwärmste der 248-jährigen Messgeschichte. Der meteorologische Winter 2014/15, der am Samstag zu Ende geht, ist der achtwärmste in der 248-jährigen Geschichte.

Laut Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) lag er 1,8 Grad Celsius über dem Mittel. Im Schnitt lag die Niederschlagsmenge, es gab in tiefen Lagen aber großteils um rund 40 Prozent weniger Tage mit Schneedecke als in einem durchschnittlichen Winter.

Der meteorologische Winter umfasst die Monate Dezember, Jänner und Februar, der astronomische endet heuer erst am 20. März kurz vor Mitternacht. Besonders in den Niederungen war der Winter extrem mild, auf den Bergen war es nicht ganz so schlimm. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1767 war es im Gebirge Platz 34 in der Geschichte der wärmsten Winter.

Höchste Temperatur - 21,7 Grad Celsius

Die höchste Temperatur registrierte die ZAMG am 10. Jänner in Graz und in Obervellach mit 21,7 Grad Celsius. Die tiefste Temperatur wurde am Brunnenkogel in Tirol in 3.437 Meter Höhe mit minus 25,7 Grad Celsius am 29. Dezember gemessen. Kältepol unter den bewohnten Orten war Tannheim in Tirol auf 1.100 Metern Seehöhe mit minus 21,4 Grad Celsius am 29. Dezember.

Österreichweit gab es um rund zehn Prozent weniger Niederschläge als im langjährigen Mittel. In Teilen Ober- und Niederösterreichs sowie im Südosten des Landes war es mit 15 bis 55 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt aber deutlich zu trocken, während in Vorarlberg, im Gebiet vom Marchfeld bis in den Seewinkel sowie vom Hochschwab bis ins Südburgenland stellenweise 15 bis 60 Prozent mehr Niederschläge als üblich verzeichnet wurden.

"40 Prozent weniger Tage mit Schneedecke"

Allerdings fiel in den Niederungen wenig Schnee. Alexander Orlik von der ZAMG: "In tiefen Lagen gab es größtenteils um rund 40 Prozent weniger Tage mit Schneedecke als im Mittel. Ein paar Beispiele: In Wien gab es nur 17 Tage mit Schneedecke und ein Minus von 48 Prozent, in Innsbruck 38 Tage mit Schneedecke und ein Minus von 24 Prozent. Eine Ausnahme ist Bregenz. Hier gab es 47 Tage mit Schneedecke, das ergibt ein Plus von 42 Prozent zum Mittel."

Deutlich zu warm waren der Dezember und der Jänner mit 2,5 bzw. 2,7 Grad mehr als im Mittel. Der Februar war mit plus 0,1 Grad Abweichung im Durchschnitt. Temperaturabweichungen von plus zwei bis 2,7 Grad Celsius traten vom östlichen Oberösterreich bis ins Burgenland sowie im Drautal von Sillian bis Spittal/Drau und im Salzburger Murtal auf. Abweichungen zum Mittel von 1,4 bis 1,9 Grad wurden in Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark und in weiten Teilen Kärntens registriert. In Nordtirol lagen die Abweichungen zum klimatologischen Mittel zwischen 0,9 und 1,4 Grad, in Vorarlberg zwischen null und 0,9 Grad.