Erstellt am 03. September 2016, 17:19

von APA Red

Hofburg-Kandidaten trafen einander bei "Airpower". Schon vor Mittag war bei der Flugshow Airpower am obersteirischen Fliegerhorst Zeltweg am Samstag der Plafond erreicht.

 |  APA

Rund 150.000 Besucher waren am Gelände, das behördliche Maximum.

Ein kleiner Politikgipfel fand zwischen VIP-Bereich und Kontrollturm statt: Beide Präsidentschaftskandidaten - Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen - besuchten die Airshow und waren ein beliebtes Motiv.

Als erster traf von der Bellen zusammen mit Ehefrau Doris Schmidauer knapp vor Mittag am Fliegerhorst Hinterstoisser ein. Vor dem VIP-Bereich waren schon die ersten spontanen Fototermine zu absolvieren - ein Vater stellte seinen kleinen Sohn zum Kandidaten für ein Foto, ein italienischer Airshow-Besucher tat es ihm kurz darauf gleich.

Ein Mitarbeiter Van der Bellens hieß den Vater, sich dazu zu stellen und machte den Schnappschuss. Wie er sich auf einer ausgesprochen militärischen Veranstaltung fühle? "Das Bundesheer ist notwendig, ich war nie dagegen. Ich war nur dagegen gewissen Investitionstätigkeiten vor 13 Jahren", spielte der Kandidat auf die Eurofighter-Beschaffung an.

Hofer traf einen Stunde später ein, ebenfalls ein beliebtes Selfie-Motiv. Zwei Buben fragte er, ob sie wohl später den Flugschein machen wollten. Er selbst äußerte den Wunsch, einmal "mitfliegen" zu wollen. Wenig später trafen die Kandidaten - einer von ihnen ist ja künftiger Oberbefehlshaber des Bundesheeres - im Publikumsbereich aufeinander und tauschten einen freundlichen Händedruck. Hofer trug ein dunkles, Van der Bellen ein blaues Sakko.

Verteidigungsminister Doskozil (SPÖ), der seinen schwedischen Amtskollegen Peter Hultqvist zu Gast hatte, räumte ein, dass er zum ersten Mal auf der Airpower sei. Einen besonderen Lieblingsprogrammpunkt hatte er nicht: "Es ist jedem zu gratulieren, der hier mit seinen Leistungen aktiv beiträgt."

Der schwedische Verteidigungsminister Hultqvist zeigte sich von der Airshow in Zeltweg angetan. Mit einem Feldstecher beobachtete er am Vormittag von der Dachplattform des Pressezentrums eine Eurofighter-Vorführung und staunte über die historische Formation in der Luft, bei der alle je beim Bundesheer eingesetzte Jet-Typen gemeinsam flogen. Davon waren mit der Saab J29 "Tonne", dem Saab 35 Oe Draken und der Saab 105 Oe immerhin drei von sieben Jets Produkte aus schwedischer Rüstungsproduktion.