Erstellt am 22. März 2015, 12:41

Steiermark wählt Bürgermeister und Gemeindevertreter. In der Steiermark finden am Sonntag in den - nach zahlreichen Gemeindefusionen nun - 286 Kommunen (2010: 542) Wahlen (ohne Graz) statt.

Wahlberechtigt sind 800.811 Steirer inklusive 30.386 EU-Bürger. Die Wahlbeteiligung ließ sich zu Mittag noch nicht einschätzen. In einigen Graz Umgebung-Gemeinden dürfte sie höher als 2010 gewesen sein.

In der nun mit Kaindorf fusionierten Gemeinde Hofkirchen (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) war der Andrang nach Einschätzung der Wahlhelfer moderat: "Es geht dahin", hieß es gegen 9.00 Uhr, wobei das Wahllokal von 7.00 bis 12.00 Uhr geöffnet hatte. Hofkirchen hatte sich 2011 bei einer Volksbefragung über eine Zusammenlegung mit Kaindorf gegen die Fusion ausgesprochen - letztlich ohne Erfolg, denn es gehört seit 1. Jänner zur deutlich größeren Marktgemeinde.

In Thal bei Graz, dem Geburtsort von Arnold Schwarzenegger, war am Vormittag etwas stärkerer Andrang im Wahllokal - geöffnet von 7.00 bis 14.00 Uhr - zu beobachten. In dem Ort im Bezirk Graz-Umgebung hatte in den vergangenen Monaten der Protest gegen eine geplante Bauschuttdeponie für Druck auf den SPÖ-Bürgermeister gesorgt.

In der neu fusionierten Gemeinde Straß-Spielfeld (Bezirk Leibnitz) wurde gegen 11.30 Uhr die Wahlbeteiligung durch die Helfer auf "mindestens 75 Prozent" geschätzt: "Viele kommen, weil es für den Ort wichtig ist, eine Persönlichkeitswahl eben." Das Wahllokal im Rüsthaus der Feuerwehr hatte von 7.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.

In der Bezirkshauptstadt Hartberg war die Stimmung im Wahllokal in der Angersiedlung ausgesprochen gut: "Wir rechnen wieder mit etwa 75 Prozent Wahlbeteiligung." Bisher sei man "sehr zufrieden", hieß es eine Stunde vor Wahlschluss. Das Wahllokal in der Angersiedlung ist eines von zwölf in Hartberg und hatte von 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr offen.

In Ludersdorf-Wilfersdorf bei Gleisdorf im oststeirischen Bezirk Weiz lag die Wahlbeteiligung knapp vor Mittag noch bei rund 50 Prozent. Eine Stunde vor Schließung der Tore zum Wahllokal im Gemeindeamt um 13.00 Uhr herrschte dann aber noch reger Andrang.

Gewählt haben am Sonntag auch steirische Spitzenpolitiker - die oft auch Spitzenkandidaten für die Landtagswahl sind, wie LH Franz Voves (SPÖ), Mario Kunasek (FPÖ) und Lambert Schönleitner (Grüne). Einer der beiden KPÖ-LAbg. - neben Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler - gab im obersteirischen Leoben seine Stimme ab, Stadtrat Werner Murgg. Voves schritt gegen 11.00 Uhr unter Blitzlichtgewitter im "Hügellandhof" auf der Schemerlhöhe in seiner Heimatgemeinde Vasoldsberg bei Graz zur Wahl. Schönleitner twitterte, er habe bereits vor 9.00 Uhr in seinem Wahllokal "Kindergarten Hall" in Admont (Bezirk Liezen) gewählt. Zu Admont kamen mit Jahresbeginn Hall, Johnsbach und Weng im Gesäuse. Kunasek gab in seiner Heimatgemeinde Gössendorf (Bezirk Graz Umgebung) seine Stimme ab. Der "Reformpartner" von Voves, LHStv. Hermann Schützenhöfer (ÖVP) wohnt in Graz und hatte somit am Sonntag keinen Urnengang anzutreten.