Erstellt am 10. März 2015, 10:52

von APA/Red

Mehr Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache. Die Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache an den österreichischen Schulen ist 2013/14 trotz allgemein sinkender Schülerzahlen erneut gestiegen.

Mittlerweile sprechen rund 234.000 Schüler eine andere Sprache als Deutsch, zeigt eine auf Zahlen der Statistik Austria basierende Aufstellung der Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen. Das sind rund 21 Prozent aller Schüler.

Zahl gegenüber dem Vorjahr um 7.700 gestiegen

Die Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist gegenüber dem Vorjahr damit um 7.700 gestiegen, deren Anteil an der Gesamtschülerzahl um rund einen Prozentpunkt. Die meisten Schüler mit einer anderen Umgangssprache finden sich anteilsmäßig erwartungsgemäß in Wien (46 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (22 Prozent) und Salzburg (18 Prozent), die wenigsten in Kärnten (elf Prozent).

Am höchsten ist der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache an den Sonderschulen (31 Prozent), gefolgt von Neuen Mittelschulen (NMS) und Polytechnischen Schulen (PTS) mit je 28 Prozent und Volksschulen (27 Prozent). An den AHS beträgt er 17 Prozent, an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 16 und an den Berufsschulen zwölf Prozent.

In Wien sprechen bereits zwei Drittel der Hauptschüler/Neuen Mittelschüler sowie Schüler an PTS eine andere Sprache als Deutsch. Interessantes Detail: Der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist an öffentlichen Schulen (21,5 Prozent) nur etwas höher als an Privatschulen (17 Prozent).

Elf Prozent der Schüler 2013/14 als Ausländer geführt

Die häufigste Umgangssprache der Schüler nach Deutsch (876.000) ist die allerdings in diversen Kategorien ausgewiesene bosnisch/serbisch/kroatische Sprachfamilie mit insgesamt rund 67.000 Schülern, gefolgt von Türkisch (59.000) und Albanisch (16.000).

Elf Prozent der Schüler wurden 2013/14 als Ausländer geführt: Die meisten Schüler ohne österreichische Staatsbürgerschaft kommen aus der Türkei (16.100), gefolgt von Serbien/Montenegro (14.100), Deutschland (13.600), Bosnien-Herzegowina (11.400) und Kroatien (8.700). Interessant ist dabei die Entwicklung: Die Zahl der Deutschen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen, während die Zahl der Türken, Serben, Bosnier und Kroaten entweder stagnierte oder gesunken ist.