Erstellt am 09. Juli 2014, 14:09

von APA Red

Steirer wegen Einbrüchen verurteilt. Zwei Steirer sind am Mittwoch im Grazer Straflandesgericht wegen Einbrüchen in sechs Pfarren verurteilt worden.

Der geständige Haupttäter kam mit 15 Monaten bedingt davon. Der zweite Angeklagte fasste drei Jahre unbedingt aus, er hatte den Bekannten zwar "nur" chauffiert, ihm wird aber auch angelastet, einem alten Mann über 3.000 Euro gestohlen zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im Zeitraum 2013 bis Februar 2014 wurde in 20 Pfarren vorwiegend in der Südsteiermark eingebrochen. Die Täter erbeuteten dabei rund 15.000 Euro. Die Polizei kam schließlich auf die Spur von zwei Steirern, die sich nun vor einem Schöffensenat wiederfanden.

Der erste Beschuldigte war geständig, gab aber an, dass es nur sechs Einbrüche gewesen seien. Seinen mitangeklagten Bekannten nahm er in Schutz und erklärte, dieser habe von nichts gewusst. "Ich hab' ihn angerufen und nur gesagt, fahren wir spazieren", erklärte er. Dann sei er ausgestiegen, und der andere fuhr weiter. Doch das glaubte ihm Richter Gernot Patzak nicht so ganz: "Sie sind ja ein einfacher Mensch, wer hat denn die Idee gehabt?", traute er dem Angeklagten nicht zu, derartige Pläne zu schmieden.

Doch der Befragte blieb dabei. Da stellte ihm der Richter ein paar geografische Fangfragen: "Wo ist denn St. Georgen? Oder Jagaberg?" Der Angeklagte ganz stolz: "Das weiß ich." Das genügte dem Richter nicht: "Und wie fährt man dorthin." Beschuldigter: "So genau weiß ich das nicht."

Der Zweitangeklagte, der mehrfach vorbestraft ist, soll außer der Mithilfe bei den Einbrüchen auch noch einen alten Mann um ein paar Tausend Euro erleichtert haben, indem er in dessen Wohnung kam und vorgab, die Aussicht genießen zu wollen. Doch er stritt alle Taten ab.

Der Schöffensenat verurteilte beide, den Einbrecher allerdings nur zu 15 Monaten bedingt. Die volle Härte bekam der andere zu spüren, er muss für drei Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.