Erstellt am 09. Juli 2014, 13:00

von APA/Red

Streit unter Passagieren legte U4 lahm. Ein Streit unter Passagieren hat Mittwoch früh die Wiener U4 lahmgelegt.

Gegen 6.30 Uhr gerieten zwei Fahrgäste zwischen den Stationen Kettenbrückengasse und Pilgramgasse in eine heftige Auseinandersetzung. Ein Passagier zog die Notbremse. Einer der Kontrahenten besprühte seinen Widersacher mit Pfefferspray. Die U4 war zwischen Margaretengürtel und Karlsplatz für etwa 25 Minuten gesperrt.

Der Fahrer schaute nach, was sich in dem Waggon abspielte, und bekam gerade noch mit, wie einer der Kontrahenten einen Pfefferspray zückte und seinen Widersacher einsprühte, wobei der 33-jährige U-Bahnlenker ebenfalls etwas von dem Spray abbekam. Die Wiener Rettung brachte ihn vorsorglich mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Das zweite Opfer verzichtete auf eine weitere Behandlung und wurde in häusliche Pflege entlassen.

Wie die Polizei mitteilte, war der Aggressor, der nach der Tat flüchtete, dem Opfer nicht bekannt. Laut seinen Angaben entwickelte sich mit dem ihm gegenübersitzenden Fahrgast eine verbale Auseinandersetzung, bei der dann der Pfefferspray zum Einsatz kam.

Laut Wiener Linien gab es zwischen den Stationen Margaretengürtel und Karlsplatz auf der U4 in beiden Richtungen für etwa 25 Minuten keinen Verkehr. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.