Erstellt am 12. Januar 2016, 11:28

Sturm-Warnung für Mittwoch. Ein kleines, aber intensives Tiefdruckgebiet zieht am Mittwoch von Norddeutschland nach Polen. Hierzulande sorgt es für eine ausgesprochen turbulente Wochenmitte. Laut Wetterdienst UBIMET ist am Alpenostrand mit Windspitzen von rund 100 km/h zu rechnen.

 |  NOEN, Symbolbild
Der Mittwoch steht in den Nordalpen sowie im angrenzenden Flachland voll und ganz im Zeichen des Sturms. Im Großteil Ober- und Niederösterreichs sowie in der nördlichen Obersteiermark treten Windspitzen von 70 bis 90 km/h auf, ebenso im nördlichen Vorarlberg und im Tiroler Außerfern.

„Am stärksten wird der Westwind jedoch von Wien über Baden und Wiener Neustadt bis in den Raum Neukirchen“, prognostiziert UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes . „Dort sind speziell in der zweiten Tageshälfte schwere Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h zu erwarten.“

In den Gipfellagen der Nordalpen treten sogar orkanartige Böen von bis zu 120 km/h auf. Der Sturm hält bis zum späten Abend an, erst im Laufe der Nacht auf Donnerstag lässt der Wind dann allmählich wieder nach.

Zum Wochenende hält der Winter Einzug

Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Donnerstag stehen die Zeichen ab Freitag auf Winter. „Dann dreht die Anströmung allmählich auf Nord, womit kalte Luft aus Skandinavien nach Österreich herangeführt wird“, sagt Brandes. „Vor allem Skifahrer sollten sich am Wochenende auf der Piste warm anziehen, in 2000 m verharren die Temperaturen bei rund -15 Grad. Durch den Wind fühlen sich solche Werte aber wie -30 Grad an.“

Auch in den Niederungen kommen die Temperaturen ab dem Wochenende für einige Tage nicht mehr aus dem Frostbereich, in Wien beispielsweise werden zu Beginn der neuen Woche Temperaturen von maximal -3 Grad erwartet.

Viel Neuschnee für die Nordalpen

Mit der Kälte strömen auch feuchte Luftmassen zu den Alpen, vor allem in den klassischen Nordstaulagen vom Bregenzerwald über die Kitzbüheler Alpen bis zum Salzkammergut kommt im Laufe dieser Woche einiges an Neuschnee zusammen.

„Liebhaber der weißen Pracht dürfen sich in diesen Regionen über 50 bis 70 cm Neuschnee freuen, abseits der Berge gehen dagegen nur ein paar Schneeschauer nieder“, so der Meteorologe. Neben den Liftbetreibern dürften also auch die Organisatoren des Skifliegens in Bad Mitterndorf und der Weltcup-Rennen im schweizerischen Wengen sowie in Flachau aufatmen.