Erstellt am 03. Juli 2014, 17:20

von APA/Red

Suarez-Entschuldigung ist "Fair Play". Die Entschuldigung von Luis Suarez nach seiner Beiß-Attacke ist bei FIFA-Präsident Joseph Blatter gut angekommen.

"Er hat zur Fußball-Familie gesagt 'es tut mir leid', und das ist auch Fair Play", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbands am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Rio de Janeiro. Suarez hatte den italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen.

Uruguays Stürmerstar war für seine Aktion neun Pflicht-Länderspiele gesperrt und vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden. Suarez hatte sich zunächst als Opfer gegeben, nach rund einer Woche aber entschuldigt. "Ich bedauere zutiefst, was passiert ist. Ich entschuldige mich bei Giorgio Chiellini und der ganzen Fußball-Familie", twitterte er am Montag. Für Blatter ein großer Schritt. "Das zeigt, dass er ein großer Spieler ist und ich hoffe, dass er seine Fußball-Karriere zurückbekommen wird", sagte der Schweizer.

Die harte Strafe der FIFA, gegen die Uruguay Protest einlegen wird, hat im südamerikanischen Land eine Welle der Solidarität für Suarez und heftige Kritik am Weltverband nach sich gezogen. Uruguays Präsident Jose Mujica hatte die FIFA sogar "ein Haufen alter Hurensöhne" geschimpft. Darauf angesprochen, meinte Blatter am Mittwoch lapidar: "Der Präsident ist vollkommen unabhängig. Ich kann nicht kommentieren, was er gesagt hat."

Unterdessen kritisierte FIFA-Vizepräsident Julio Grondona die Strafe gegen Suarez. Er forderte hingegen eine maßvollere Sanktion. "Wer über Luis Suarez entschieden hat, tat dies hastig", erklärte der Chef des argentinischen Verbandes dem Radiosender Cadena Cope. Es sei eine Angelegenheit, die gründlich analysiert werden müsse. "Die Berufungskommission muss bei seiner Beschwerde berücksichtigen, den Betroffenen zu rehabilitieren anstatt ihn zu töten", betonte Grondona.

Claudio Sulzer, Leiter der FIFA-Disziplinarkommission, betonte, dass es im Fall von Wiederholungstäter Suarez nicht darum gegangen sei, "ein Exempel zu statuieren. Es ging darum, Gerechtigkeit walten zu lassen".