Erstellt am 25. Juni 2014, 06:16

Suarez verteidigt Biss - FIFA ermittelt. Uruguays Stürmer Luis Suarez hat sich nach seiner vermeintlichen Beißattacke gegen die Vorwürfe verteidigt.

"Es ist eine normale Bewegung, solche Dinge passieren auf dem Platz", sagte der 27-Jährige dem uruguayanischen Fernsehsender "Canal 10" am Dienstag nach dem 1:0-Sieg gegen Italien in Natal. FIFA-Vizepräsident Jim Boyce kritisierte Suarez und forderte Konsequenzen.

Der Torjäger hatte in der 79. Minute der Partie, in der die Südamerikaner ins WM-Achtelfinale eingezogen waren, seinen Gegenspieler Giorgio Chiellini offenbar in die Schulter gebissen. Der Italiener präsentierte danach die vermeintlichen Bissspuren. "Wir sind Fußballspieler, wir wissen, was auf dem Platz passiert, man sollte dem keine Bedeutung beimessen", forderte Suarez, der bereits zuvor zweimal wegen einer Beißattacke negativ aufgefallen war.

"Es gibt keinen Zweifel, dass die FIFA diesen Vorfall sehr ernst nehmen muss und jegliche Aktion unternimmt, die als notwendig erachtet wird", sagte dagegn der Nordire Boyce. "Luis Suarez ist ein fantastischer Fußballer, aber wieder einmal haben seine Aktionen schwere Kritik zugelassen."

Die FIFA eröffnete unterdessen ein Disziplinarverfahren gegen Suarez. Das teilte der Fußball-Weltverband am Mittwoch früh mit. Der Stürmer und der uruguayanische Verband haben demnach bis Mittwoch, 22.00 Uhr MESZ Zeit, "ihre Position und jegliche Beweisdokumente, die sie als relevant erachten, darzulegen". Dem Uruguayer droht als Wiederholungstäter eine lange Sperre.