Erstellt am 26. Mai 2014, 11:49

Suche nach Leichenteilen nach Mord. Nach dem mutmaßlichen Mord an einem 54-jährigen Steirer durch zwei verdächtige Bank-Mitarbeiter ist am Montag die Suche nach den einbetonierten Leichenteilen voll angelaufen:

"Das hat momentan oberste Priorität", erklärte Barbara Schwarz von der Staatsanwaltschaft Graz. Sie sagte, dass an verschiedenen Ablagestellen gesucht werde. Gegen die Tatverdächtigen wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Ein Verdächtiger ist geständig

Wie Schwarz am Nachmittag sagte, hätten die damit verbundenen Einvernahmen keine neuen wesentlichen Erkenntnisse gebracht. Die Suche nach den Leichenteilen wurde fortgesetzt. Nach Angaben von Schwarz, gebe es mehrere mögliche Fundorte, die nun systematisch abgesucht werden. Bisher sei die Suche noch nicht erfolgreich gewesen.

Leiche mit Säge zerteilt

Die beiden Männer im Alter von 23 und 29 Jahren waren bei ihrer Verantwortung geblieben - der jüngere zeigte sich geständig, der ältere Verdächtige bestritt jeglichen Zusammenhang. Am Montag soll im Zuge der U-Haftverhandlung eine neuerliche Befragung stattfinden. Die Mitarbeiter einer ausländischen Bank in Graz waren bisher der Justiz nicht aufgefallen - sie sind unbescholten.

Fest steht, dass die Leiche des Opfers mit einer "gewöhnlichen Säge aus dem Baumarkt" in einem angemieteten Container zerteilt wurde. Anschließend sollen die Täter die Teile in Beton gegossen und verschwinden lassen haben. Für die Suche wurden laut Staatsanwaltschaft alle verfügbaren Einsatzkräfte zusammengetrommelt. Dass auch in der Mur mit Tauchern nach den Betonstücken gesucht wird, wollte Schwarz nicht bestätigen.

Motiv: Kunde bemerkte Veruntreuungen

Am Sonntag wurde bekannt, dass die beiden Verdächtigen ihren 54-jährigen Kunden bereits im Februar in Graz bei seiner Wohnung in Wetzelsdorf abgeholt und noch im Auto mit einer Schnur erdrosselt haben sollen. Dann brachten sie die Leiche in den Container und schnitten sie auseinander, ehe sie die Teile in Beton eingossen und wegschafften. Das Motiv soll Geld gewesen sein: Die Verdächtigen dürften rund 80.000 Euro von zwei Sparbüchern des Mannes abgezweigt haben. Der 54-Jährige bemerkte das aber und wollte die Sache klären. Daraufhin sollen die Männer den Mord detailliert geplant haben.