Erstellt am 05. Juli 2016, 11:34

von APA Red

Komplize des Supermarkträubers bei Festnahme bewaffnet. Der mutmaßliche Komplize des Supermarkträubers, der sich am Samstag in Wien-Penzing mit der Polizei eine Schießerei geliefert hat, war bei seiner Festnahme bis auf die Zähne bewaffnet.

Verdächtiger lag mit der Pistole in der Hand im Bett.  |  APA

Als Beamte des Einsatzkommandos Cobra am Sonntag die Innenstadtwohnung stürmten, lag der 63-Jährige mit einer Pistole in der Hand im Bett und zielte auf die Polizisten, wie die Exekutive am Dienstag bekannt gab.

Der 63-Jährige leugnete, von dem kriminellen Vorhaben des 49-Jährigen gewusst haben. Mit einem Carsharing-Auto chauffierte er den jüngeren Freund allerdings Samstagabend zu jenem Billa in der Hütteldorfer Straße, den der Bosnier überfallen hatte. In einem nahe gelegenen Lokal wollte er auf seinen Freund warten.

Woher sich das Duo kannte, war noch Gegenstand von Ermittlungen, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Der 63-Jährige gab an, den jüngeren Bekannten des Öfteren zu Freunden oder zum Einkaufen chauffiert zu haben.

Am Sonntag stürmten zehn Beamte der Cobra die Wohnung des 63-Jährigen, da der Bosnier bei ihm gemeldet war. Dabei zielte der im Bett liegende Verdächtige mit einer Pistole (Kaliber 9 mm) auf die Beamten, den Finger hatte er am Abzug, sagte Eidenberger.

Auch nach mehrmaliger Aufforderung, die Waffe zur Seite zu legen, kam der 63-Jährige dieser nicht nach. Die Cobra-Beamten nahmen ihm die Pistole schlussendlich ab. Der mutmaßliche Komplize wurde bereits zwei Mal einvernommen. Noch im Laufe des Dienstags soll er dem Haftrichter vorgeführt werden, die Staatsanwaltschaft hat die U-Haft beantragt.

In der Zwischenzeit wurde der 49-Jährige Räuber, der von der Polizei erschossen wurde, obduziert. Ein vorläufiges Ergebnis zeigte, dass er durch mehrere Schüsse in Kopf und Körper ums Leben gekommen ist. Nähere Details - wie viele Schüsse er abgegeben bzw. welche Projektile ihn getroffen haben - soll ein Schusswaffengutachten klären, das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde.

Der Zustand des lebensgefährlich verletzten Polizisten, der am Montag nach Kärnten überstellt wurde, war am Dienstag unverändert kritisch.