Erstellt am 03. Dezember 2014, 21:59

von APA/Red

Svendsen souveräner Biathlon-Weltcup-Auftaktsieger. Emil Hegle Svendsen hat am Mittwochabend mit einer starken Leistung den Weltcup-Einzel-Auftakt im Biathlon gewonnen.

Der vierfache Olympiasieger aus Norwegen absolvierte den 20-Kilometer-Bewerb in Östersund (SWE) in 53:25,6 Minuten und blieb in den vier Schießen als einziger Athlet fehlerfrei. Mit Abstand bester Österreicher wurde Dominik Landertinger, der mit zwei Fehlern Siebenter wurde.

Auf den Plätzen zwei und drei landeten mit großem Rückstand der Ukrainer Sergej Semenow und der Tscheche Michal Slesingr. Für die weiteren ÖSV-Biathleten gab es wegen zu vieler Fehlschüsse und also Strafminuten keine Spitzenplätze. Neben Landertinger konnten sich noch Tobias Eberhard (31./5 Fehler) und David Komatz (36./4 Fehler) in den Weltcuppunkterängen klassieren.

"Heute ist auf der Strecke einfach nichts weitergegangen. Es war von Beginn an ein brutaler Kampf", rekapitulierte Landertinger. Lediglicher auf der letzten Runde habe er mit Ole-Einar Björndalen mitlaufen können. "Da ist es mir gelungen, etwas Druck machen. Mit der Schießleistung bin ich für die heutigen Verhältnisse aber sehr zufrieden."

"Hätten bessere Ergebnisse erzielen können"

Daniel Mesotitsch (43./6 Fehlschüsse), Sven Grossegger (64./7) und Simon Eder (69./8) erwischten am Schießstand ebenfalls einen schwarzen Tag, auch wenn allgemein viele Fehlschüsse zu verzeichnen waren. "Die Leistung am Schießstand war mannschaftlich gesehen enttäuschend. Ich glaube, dass es trotz der schwierigen Bedingungen durchaus möglich gewesen wäre, bessere Ergebnisse zu erzielen", konstatierte der als ÖSV-Cheftrainer zurückgekehrte Reinhard Gösweiner. Man müsse dies nun in Ruhe analysieren. "Die Leistung von Landertinger war in Ordnung, in den ersten Runden hat er für einen absoluten Spitzenplatz aber zu viel Zeit verloren."

Enttäuscht aus internationaler Sicht hat auch Weltcup-Gesamtsieger Martin Fourcade, der nach sechs Fehlschüssen nur 81. wurde.

Am Donnerstag (17.15 Uhr) folgt in Östersund das Damen-Einzel-Rennen, am Samstag stehen die Sprintbewerbe und am Sonntag die Verfolgung auf dem Programm.