Erstellt am 19. September 2016, 13:14

von APA Red

Armee hält sich bis Montagabend an Waffenruhe. Die syrische Armee will sich nach Angaben aus Militärkreisen bis Montagabend an die vereinbarte Waffenruhe halten.

 |  APA/dpa

Wie ein hochrangiger Militärvertreter sagte, wird die Feuerpause nach derzeitigem Stand um 19.00 Uhr enden. Die syrische Armee habe ursprünglich nur eine Feuerpause bis Sonntagabend beschlossen, Russland habe sich jedoch für die Verlängerung bis Montagabend eingesetzt.

Ob die Waffenruhe darüber hinaus erneut verlängert werde, sei noch unklar. Die Feuerpause, die von den USA und Russland ausgehandelt worden war, war am Montag vergangener Woche in Kraft getreten. Sie wurde zuletzt jedoch zunehmend gebrochen. Nach Angaben von Aktivisten gab es am Sonntag erstmals wieder Luftangriffe auf die Rebellenviertel in der nordsyrischen Großstadt Aleppo.

Ein offenbar versehentlicher Luftangriff der US-geführten Koalition auf die syrische Armee in Deir ez-Zor hatte zudem zu einem ernsthaften Konflikt zwischen Washington und Moskau geführt. Die USA und Russland machen sich zudem gegenseitig dafür verantwortlich, dass die ebenfalls vereinbarten Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung in Syrien immer noch nicht begonnen haben.

Konvois von mehreren Hilfsorganisationen

Nach langem Warten erhalten unterdessen notleidende Menschen in drei syrischen Rebellengebieten Hilfe von außen. Lastwagen mit Hilfsgütern seien auf dem Weg in die zentralsyrische Stadt Talbiseh und den nordsyrischen Ort Orem al-Kubra, sagte der Sprecher der UN-Nothilfeorganisation Ocha, David Swanson, am Montag. Es handle sich um gemeinsame Konvois von mehreren Hilfsorganisationen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete zudem, Lastwagen mit Hilfsgütern hätten den Ort Muadamiya al-Sham südlich der Hauptstadt Damaskus erreicht. Dabei handelt es sich um einen Transport der Hilfsorganisation Syrischer Roter Halbmond.

40 Lastwagen mit UN-Hilfsgütern an der Grenze zur Türkei müssten hingegen weiter warten, erklärte Swanson weiter. Sie sollen notleidende Menschen in den belagerten Rebellengebieten der nordsyrischen Großstadt Aleppo versorgen. UN-Syrienvermittler Staffan de Mistura hatte in der vergangenen Woche erklärt, bisher hätten die Lastwagen von der syrischen Regierung kein grünes Licht bekommen.