Erstellt am 20. Dezember 2014, 08:42

von APA/Red

Tabaksteuer steigt, mehr Abgaben für Bauern. Bauern müssen sich im neuen Jahr auf höhere Steuern und Abgaben einstellen. Grund: Mit 1. Jänner tritt die Aktualisierung der "Einheitswerte" in Kraft, auf deren Basis eine Reihe von Steuern bis hin zum Kirchenbeitrag berechnet werden.

Für Raucher gibt es noch eine Schonfrist bis April - dann tritt die zweite von vier heuer beschlossenen Tabaksteuererhöhungen in Kraft. Die Tabaksteuer ist ein Schwerpunkt des Steuerpaketes, das die Regierung im heurigen Frühjahr beschlossen hat ("Abgabenänderungsgesetz"). Eine erste Erhöhung der Preise (um rund 20 Cent pro Packung) ist bereits im März in Kraft getreten, zum 1. April folgt die zweite Erhöhung - um vermutlich 10 oder 20 Cent pro Packung. Inklusive Mehrwertsteuer sollen so 190 Mio. Euro ins Budget fließen. Weitere Anhebungen zum 1. April 2016 und 2017 sind bereits fixiert.

Steuern für landwirtschaftlichen Grund steigen

Steuererhöhungen kommen 2015 auch auf die Bauern zu: Erstmals seit 1988 werden nämlich die "Einheitswerte" aktualisiert, mit deren Hilfe landwirtschaftlicher Grundbesitz bewertet und die davon abhängigen Steuern berechnet werden. Die Einheitswerte dürften nach Schätzung der Landwirtschaftskammer um durchschnittlich zehn Prozent steigen, im Einzelfall sind aber auch größere Veränderungen nach oben oder unten möglich.

Der Großteil der Bescheide zur Hauptfeststellung an die bis zu 600.000 wirtschaftlichen Einheiten wird laut Finanzministeriums im Lauf des Jahres verschickt. Betroffen von der Neubewertung sind u.a. die pauschalierte Einkommenssteuer, die Grundsteuer sowie Kammerumlage und Kirchenbeitrag. Auch die Sozialversicherungsbeiträge der Bauern sind von den Einheitswerten abhängig. Hier tritt die Erhöhung aber erst zum 1.1.2017 in Kraft.

Familienbeihilfe soll "antraglos" werden

Für Geburten ab 1. Mai schlagend werden soll die "antraglose Familienbeihilfe". Derzeit muss die für jedes Kind gewährte Förderung nach dessen Geburt beantragt werden, wofür eine Reihe von Unterlagen eingereicht werden muss. Künftig sollen die Finanzbehörden die Familienbeihilfe "antraglos" zuerkennen und dazu auf die vorhandenen Daten (etwa im Zentralen Personenregister) zurückgreifen.