Erstellt am 20. Februar 2016, 13:58

Täter nach Überfall auf Juwelier in Tirol weiter flüchtig. Nach dem Überfall auf einen Juwelier am Freitagnachmittag in der Innsbrucker Altstadt ist die Fahndung nach den drei flüchtigen Tätern am Samstag vorerst weiter erfolglos verlaufen. Man sei derzeit vor allem damit beschäftigt, Spuren auszuwerten, sagte LKA-Ermittler Albert Maurer der APA. Bei dem Coup wurde eine Verkäuferin durch das Zerschlagen einer Außenscheibe leicht verletzt.

 |  NOEN, APA

Es gebe einige Zeugen, die die drei Täter auf der Flucht gesehen hätten, schilderte Maurer. Derzeit gebe es aber darüber hinaus "keine konkreten Anhaltspunkte". In der Nähe des Tatortes waren im Laufe des Freitagnachmittages eine Tasche mit Teilen der Täterkleidung und sonstigen möglichen Raubutensilien sichergestellt worden. Auch ein Auto wurde gefunden, das als Fluchtfahrzeug verwendet worden sein dürfte. Der Pkw war am Freitagvormittag in Innsbruck gestohlen worden.

Angaben über die Höhe der Beute konnte das Landeskriminalamt am Samstag nicht machen. Es wurden jedenfalls rund 40 teils hochpreisige Uhren verschiedener Marken geraubt und in einer Sporttasche verstaut.

Bei den unmaskierten Tätern handelte es sich laut LKA um drei Männer mit vermutlich südosteuropäischer Herkunft. Einer von ihnen hatte gegen 13.15 Uhr bei dem Juwelier in der Altstadt geläutet. Nachdem eine der beiden im Geschäft anwesenden Verkäuferinnen die Tür geöffnet hatte, betrat er das Geschäft und bedrohte die Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe. Zeitgleich stürmten die zwei anderen Unbekannten in den Verkaufsraum. Einer von ihnen schlug dann mit einem Vorschlaghammer die Auslagenscheibe sowie mehrere Vitrinen im vorderen Bereich des Geschäfts ein. Der dritte Täter raubte schließlich die Uhren aus den Vitrinen.

Von allen drei Gesuchten liegen Personenbeschreibungen vor. Der erste Täter wurde als 20 bis 30 Jahre alt, etwa, 1,80 bis 1,90 Meter groß und schlank beschrieben. Er trug eine dunkle Jacke, eine dunkle Hose, gleichfarbige Schuhe sowie eine weiße Kappe und einen weiß-grau gestreiften Schal. Der Mann hatte einen dunklen, gepflegten Vollbart. Der zweite Räuber ist rund 1,80 bis 1,90 Meter groß. Er war mit einer militärgrünen dicken Jacke bekleidet, die ein Symbol ähnlich der amerikanischen Flagge am oberen linken Jackenärmel aufwies. Weiters trug er eine Kapuze und dunkle Handschuhe. Der dritte Gesuchte wurde ebenfalls als 1,80 bis 1,90 Meter groß beschrieben und trug die gleiche Kleidung wie der zweite Täter.