Erstellt am 18. Juli 2014, 11:54

von APA Red

Tatrekonstruktion nach Bluttat in Grazer Keller. Nach der Bluttat im Juni in Graz hat das Gericht am Freitag eine Tatrekonstruktion mit dem 16-jährigen Verdächtigen in dem Partykeller durchgeführt.

Arnulf Rumpold, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, sagte auf APA-Anfrage: "Der Verdächtige hat mitgewirkt, aber zum Inhalt wird es keine Details geben." Insgesamt habe die Rekonstruktion offenbar nicht sehr lange gedauert.

Noch keines der beauftragten Gutachten fertig

Bei dem Lokalaugenschein waren neben dem Gericht auch die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung des Burschen dabei. Die Ergebnisse müssten nun mit dem Ermittlungsstand abgeglichen werden. Von den beauftragten Gutachten sei bisher noch keines fertig, meinte Rumpold weiter.

Was sich tatsächlich am 22. Juni im Keller eines Altbaus im Grazer Bezirk Geidorf abgespielt hat, ist noch nicht ganz geklärt.

Weitere Mitwisser oder -helfer möglich

Bisher hieß es, dass es bei der Party zur Vergewaltigung eines 14-jährigen Mädchens gekommen ist. Angeblich hatte ein 16-Jähriger aus Villach seinen gleichaltrigen Bekannten mit vorgehaltener Waffe gezwungen, die junge Frau zu vergewaltigen. Danach nahm der Bursche offenbar das Kleinkalibergewehr seines Großvaters und erschoss den Anstifter.

Die Leiche des 16-Jährigen wurde am 1. Juli in Ungarn von Ermittlern in einem Wald ausgegraben. Beim Wegschaffen des Toten soll der Großvater des Verdächtigen geholfen haben. Medienberichten zufolge, könnte es weitere Mitwisser geben oder sogar noch jemanden, der beim Vergraben der Leiche geholfen hat.