Erstellt am 16. Oktober 2014, 20:56

von APA/Red

Ferrer im Viertelfinale der Erste Bank Open. Der topgesetzte Weltranglisten-Fünfte, der zum insgesamt dritten Mal in Wien spielt, setzte sich im Achtelfinale gegen den Deutschen Tobias Kamke mit 7:5,6:1 durch. Er trifft am Freitag nun auf Jürgen-Melzer-Bezwinger Ivo Karlovic (CRO-6).

Zehn Jahre nach seinem bisher letzten Auftritt in Wien und im dritten Anlauf hat Ferrer erstmals einen Sieg gefeiert. "Es ist lange her, dass ich das letzte Mal hier war", erinnerte sich Ferrer, der 2003 und 2004 jeweils in Runde eins ausgeschieden war.

Vor elf Jahren gegen einen ganz prominenten Mann. "Ja, das war mein erstes Match gegen Roger Federer. Das erste von vielen Matches gegen ihn, die ich nie gewonnen habe", sagte er mit einem Lächeln. Seine Bilanz gegen den großen Federer seither: 0 Siege, 16 Niederlagen.

Gegen Kamke hatte der 21-fache Turniersieger nur zu Beginn etwas Probleme. Aber es waren auch die Bedingungen, die Ferrer gewisse Anpassungsprobleme bereiteten, der Weltranglisten-93. hielt zunächst bis zum 5:5 gut mit.

Ferrer hat gekämpft: "War nicht einfach"

In der Folge übernahm aber Ferrer zunehmend das Kommando. Nach dem Break zum 7:5 marschierte der diesjährige Viertelfinalist bei den Australian und den French Open ins Viertelfinale des mit 593.705 Euro dotierten Turniers.

"Es war nicht sehr einfach, der Platz ist sehr schnell und ich habe mich erst ein bisschen daran gewöhnen müssen. Vor allem die Bälle sind sehr schnell", sagte Ferrer. Danach sei er konstanter geworden. Gegen Karlovic werde es ein "ganz anderes Match" werden.

"Es wird auf meinen Return ankommen", weiß Ferrer, der den 2,11 m großen Karlovic freilich gut kennt. Im Head-to-Head mit dem baumlangen Kroaten steht es 2:1 für den Spanier, das bisher letzte Duell ist mit Indian Wells 2011 schon über drei Jahre her und war an Karlovic gegangen. Der Kroate hat im Achtelfinale mit Jürgen Melzer am Mittwoch den letzten Österreicher im Einzel ausgeschaltet.

Ferrer ist zuversichtlich für Match gegen Karlovic

"Es wird ein sehr hartes Match. Karlovic ist sehr gefährlich, aber ich habe Selbstvertrauen", ergänzte Ferrer. Ein bisschen hat sich der Topstar schon Zeit genommen, um mit seiner Freundin Wien zu erforschen. "Ich habe bei den ersten Malen in Wien nichts gesehen. Gestern war ich mit meiner Freundin im Mozarthaus und in der Albertina", erzählte der 32-Jährige.

Bereits zuvor hatte sich sein Landsmann Feliciano Lopez, die Nummer 3 des Turniers, überraschend gleich zum Auftakt verabschiedet. Nach 2:02 Stunden setzte sich der Brasilianer Thomaz Bellucci mit 6:7(9),6:1,6:4 durch. Bellucci ließ sich bei seinem Wien-Debüt auch von einem knapp verlorenem Auftaktsatz nicht beirren.

Wien-Spezialist Lopez, der in der Stadthalle 2004 den Titel geholt hat und bei allen sechs vorangegangenen Auftritten in Wien zumindest im Viertelfinale gestanden war, musste ab dem 1:1 im zweiten Satz nicht weniger als acht Games en suite bis zum 0:3 im dritten Satz abgeben.

Dabei war Lopez in seinem Karriere-Hoch nach Wien gekommen. Nach dem Halbfinale beim Masters-1000-Turnier in Shanghai in der Vorwoche samt Siegen über Rafael Nadal und John Isner ist der 33-Jährige als Nummer 14 so gut wie nie zuvor platziert. Der 26-jährige Bellucci ist hingegen aktuell nur 68. im ATP-Ranking. Er trifft nun auf den serbischen Qualifikanten Viktor Troicki.