Erstellt am 01. August 2015, 22:46

von APA/Red

Nadal trifft im Hamburg-Finale auf Kitz-Starter Fognini. Publikumsmagnet Rafael Nadal bleibt dem Hamburger Tennisturnier bis zum letzten Tag erhalten. Der Rothenbaum-Sieger von 2008 zog am Samstag durch ein 6:1,6:2 gegen den Italiener Andreas Seppi ins Endspiel ein.

Nadal setzte sich gegen Seppi durch  |  NOEN, APA (dpa)

Dort trifft der Spanier am Sonntag (13.00 Uhr/Eurosport) auf den Italiener Fabio Fognini, der sich gegen den Franzosen Lucas Pouille in 83 Minuten mit 6:2,7:6(2) durchsetzte.

"Das ist großartig, dass ich wieder im Finale bin, wo ich so lange nicht hier war", sagte der neunfache French-Open-Champion Nadal und freute sich über das endlich sommerliche Wetter: "Von Freitag bis Donnerstag habe ich gedacht: Was machen die Leute hier nur, warum sind die nicht auf Mallorca?", scherzte er.

Der ehemalige Weltranglisten-Erste steht am Rothenbaum zum dritten Mal im Endspiel. 2007 scheiterte er im Finale am Schweizer Roger Federer, ein Jahr später revanchierte er sich - damals hatte das Turnier noch den Masters-Status. Am Sonntag könnte der Katalane mit dem Siegerscheck von 311.775 Euro und 500 Punkten zumindest auf Position neun in der Weltrangliste vorrücken.

Eine Schrecksekunde für Nadal verlief am Samstag glimpflich. Minutenlang musste der Mallorquiner beim Stand von 2:0 im zweiten Satz behandelt werde. "Das war kein großes Problem. Ein Muskel in der Rippengegend fühlte sich hart an", beruhigte Nadal, der danach mit einer Schmerztablette vor 7.500 Zuschauern rasch den Sieg fixierte. Gewinnt er auch am Sonntag, ist es sein dritter Titel in diesem Jahr.

Zuvor hatte der 21-jährige Außenseiter Pouille gegen den sieben Jahre älteren Fognini keine große Chance gehabt. Mit zwei frühen Breaks zog der Italiener, der kommende Woche auch in Kitzbühel am Start ist, auf 4:1 davon, der erste Durchgang dauerte lediglich 23 Minuten.

Im zweiten Satz konnte die Nummer 85 der Welt mit dem 53 Plätze besser eingestuften Fognini mithalten. Er erkämpfte sich sogar einen Satzball, den der Südeuropäer abwehrte. Im Tiebreak setzte sich Fognini dank seiner Erfahrung dann klar durch.