Erstellt am 19. Januar 2015, 05:53

von APA/Red

Belgien sucht Hintermänner von Anschlagsplänen. In Belgien sucht die Polizei nach wie vor mit Hochdruck nach möglichen Hintermännern des vereitelten Terroranschlags gegen Polizisten.

Anders als zunächst vermutet könnten die jüngsten Festnahmen in Griechenland nach Angaben der Ermittler doch in Zusammenhang mit den Anschlagsplänen im ostbelgischen Vervier stehen. Dies ergab laut Staatsanwaltschaft eine gründliche Prüfung aller Indizien.

"Ausreichende Gründe" für Auslieferung

Es gebe nun "ausreichende Gründe", in Athen die Auslieferung eines der beiden Festgenommenen zu beantragen, hieß es. Am Samstagabend hatte es seitens der Ermittler zunächst geheißen, beide Fälle hätten nichts miteinander zu tun.

In Belgien herrscht Alarmzustand, seit die Behörden am Donnerstag nach eigenen Angaben einen größeren Anschlag von Islamisten auf Polizeibeamte in letzter Minute vereitelten. Bei dem Anti-Terror-Einsatz im ostbelgischen Verviers waren zwei gesuchte Extremisten ums Leben gekommen. Sie stammten offenbar aus Brüssel.

300 Soldaten in großen Städten eingesetzt

In Brüssel bewachten Soldaten das Jüdische Museum, wo ein Attentäter vergangenen Mai vier Menschen ermordet hatte. Das Militär unterstützte die Polizei auch in Antwerpen. Die Regierung hatte angekündigt, bis zu 300 Soldaten in den großen Städten einzusetzen. Drei im Zuge der verschärften Terrorfahndung festgenommene Männer wurden wieder freigelassen. Sie hatten Polizisten bedroht.