Erstellt am 02. April 2015, 11:22

von APA/Red

Thiem freut sich nach Out in Miami auf Sandplätze. Die Enttäuschung bei Dominic Thiem nach dem Viertelfinal-Ausscheiden in Miami war nicht von langer Dauer.

Der 21-jährige Niederösterreicher wird sich dank des erstmaligen Einzugs unter die letzten acht des Masters-1000-Turniers in der Tennis-Weltrangliste um fast zehn Plätze verbessern und unter die besten 45 zurückkehren. Er wechselt nun mit viel Selbstvertrauen auf Sand, seinen Lieblingsbelag.

Andy Murray  zu stark für Österreichs Nummer eins

Der Weltanglisten-Vierte Andy Murray erwies sich am Mittwoch (Ortszeit) bei seinem 3:6,6:4,6:1-Sieg auf dem Centercourt als zu stark für Österreichs Nummer eins, er zeigte in den entscheidenden Phasen sein bestes Tennis. Thiem musste den "völlig verdienten" Erfolg des Olympiasiegers zur Kenntnis nehmen.

"Ich hatte einen sehr guten Start ins Match. Aber was ich da gespielt habe, ist noch nicht mein Standardlevel, darum ist mein Niveau dann auch etwas zurückgegangen", resümierte Thiem. "Murray spielt dieses Level immer, ich hatte zu viele Aufs und Abs."

"Ich habe ein hartes Match erwartet"

Der Schotte, der im Rennen um seinen dritten Miami-Titel nun auf den Tschechen Tomas Berdych (8) trifft, gab bei eigenem Service im Entscheidungssatz nur drei Punkte ab und stand nach 1:44 Stunden als Sieger fest. "Ich habe ein hartes Match erwartet", sagte Murray, "denn er hatte diese Woche schon einige gute Spieler geschlagen. Wenn man ihn das Spiel diktieren lässt, dann schlägt er den Ball von beiden Seiten sehr hart." Murray sah in seinen Rückschlägen im dritten Satz den Unterschied. "Da habe ich sein erstes Service extrem gut retourniert."

Thiem weiß, was künftig sein Ziel sein muss: "So durchzuspielen wie im ersten Satz, dass das mein Niveau wird. Das ist schwierig, aber ich werde daran arbeiten." Nach dem mäßigen Saisonauftakt lässt der Lichtenwörther die Hartplatz-Saison nach vier Siegen und einer starken Vorstellung gegen Murray aber doch mit gutem Gefühl hinter sich. "Ich nehme viel Selbstvertrauen mit, das war sehr wichtig nach dem schlechten Start in die Saison."

Ergebnisse vor Miami waren miserabel

Da hatten ihn eine Erkrankung sowie Schläger- und Saitenwechsel (zu Babolat) gebremst. Die jüngsten Ergebnisse vor Miami mit dem frühen Ausscheiden in Indian Wells (1. Runde) und bei einem Challenger (2. Runde) bezeichnete Thiem selbst als miserabel. "Ich war mir aber sicher, dass ich da rauskomme, weil ich im Training gut gespielt habe. Und zum Glück habe ich jetzt auch das erste gute Turnier in diesem Jahr gespielt. Das stimmt mich sehr positiv und jetzt geht es auch auf Sand weiter, meinem Lieblingsbelag."

Für seinen Coach Günter Bresnik war Thiems Auftritt in Florida eine sehr gute Entwicklung in die richtige Richtung. "Gegen Murray ist ihm aufgezeigt worden, was er alles nicht kann und auch in den Partien davor hat er gesehen, was er noch verbessern muss. Ich bin guter Dinge, dass er daran arbeitet und einen weiteren Schritt macht", sagte Bresnik.

Thiem wird am Freitag nach Österreich zurückkehren, Bresnik empfahl ihm, die Nennung für das Turnier in Casablanca (ab Ostermontag) zurückzuziehen. Stattdessen soll der frühere Weltranglisten-36. mit dem Sandplatztraining beginnen und sich ab Mittwoch oder Donnerstag in Monte Carlo auf das nächste Masters-1000-Turnier vorbereiten. Im Fürstentum an der Cote d'Azur hatte Thiem im Vorjahr dank einer Wild Card gespielt und in der ersten Runde gegen den Franzosen Nicolas Mahut (ATP-39.) verloren.