Erstellt am 06. April 2016, 10:02

Thiem kehrt in Monte Carlo auf Lieblingsbelag zurück. Dominic Thiem ist am Mittwoch nach einem mehrtägigen Zwischenstopp in Österreich samt Abstecher im Zoo Schönbrunn wieder zum nächsten ATP-Tour-Event abgereist.

 |  NOEN, APA (AFP)

Beim ATP-Masters-1000-Turnier in Monte Carlo beginnt die Vorbereitungsphase auf den zweiten Saison-Höhepunkt, die French Open in Paris, so richtig. Und auf Sand traut sich der Weltranglisten-14. aus Niederösterreich einiges zu.

Da darf sich Thiem auch von seiner mageren Turnierbilanz im Fürstentum Monaco nicht beirren lassen: seine zwei bisherigen Auftritte 2014 und 2015 hatten jeweils gleich in Runde eins gegen Franzosen geendet. Doch der Dominic Thiem in diesem Jahr ist nicht einmal mit jenem vor Jahresfrist zu vergleichen: Der 22-jährige Lichtenwörther hat sich in allen Belangen verbessert, bezeichnet mittlerweile das Erreichen von Achtelfinali bei 1000er-Turnieren (wie zuletzt in Indian Wells und Miami) als "Plansoll" und ist freilich auch gesetzt.

"Ich freue mich extrem drauf"

Hinzu kommt, dass Thiem 2016 im Gegensatz zu den Vorjahren schon zwei Sandplatz-Turniere bestritten hat. Und das auch noch sehr erfolgreich: Mit dem Titel in Buenos Aires (samt Halbfinal-Sieg über Rafael Nadal) und dem Halbfinale in Rio de Janeiro (Viertelfinal-Erfolg über David Ferrer) hat er u.a. zwei Sandplatz-Spezialisten aus den Top Ten auf seiner Abschussliste.

"Ich denke, dass auf Sand meine Stärken noch ein bisserl mehr zur Geltung kommen, weil ich ein bisserl mehr Zeit habe, und weil vielleicht der Spin noch aggressiver wegspringt", meinte Thiem bei einem Medientermin in Wien mit Blick auf die europäische Sandplatz-Saison. "Ich freue mich extrem drauf. In Monte Carlo habe ich in den letzten zwei Jahren nicht gut gespielt und ich will auf jeden Fall gleich gut aus den Startlöchern kommen", hat sich Thiem vorgenommen.

Mit dem besten Saisonstart seiner bisherigen Karriere im Rücken kommt für Thiem jetzt seine "Lieblingszeit", denn Asche ist nach wie vor sein bevorzugter Belag. Auch wenn er in Acapulco in diesem Jahr schon sein erstes Hartplatz-Turnier gewonnen hat.

"An die ersten 10 ranschnuppern wäre super"

Bis Paris hat Thiem abgesehen vom Premieren-Turniersieg in Nizza (250 Punkte) und dem Achtelfinale in Rom (90) nichts zu verteidigen. Der Schützling von Günter Bresnik spielt nach Monte Carlo in München, Madrid, Rom und eben Nizza. Eine ausgezeichnete Ausgangslage also für die nächsten Schritte in Richtung Top Ten. "An die ersten 10 ranschnuppern wäre super, bis Nizza habe ich nichts zu verlieren. Ich kann eigentlich nur punkten", sagte Thiem, der aber die persönliche Weiterentwicklung als "noch viel wichtiger" ansieht.

Geht diese kontinuierlich so weiter, sind die Top Ten bald Realität. Die Möglichkeiten Thiems sind ohnehin nicht mit dem Erreichen dieses Ziels erschöpft, wie zahlreiche internationale Beobachter und Experten dem Aufsteiger bescheinigen.