Erstellt am 09. Mai 2016, 19:40

von APA/Red

Thiem startete mit Dreisatzsieg gegen Dolgopolow. Der Niederösterreicher Dominic Thiem steht in Runde zwei des Masters-1000-Turniers von Rom.

 |  NOEN, APA (dpa)

Der 22-Jährige besiegte am Montag den Ukrainer Alexander Dolgopolow 6:3,3:6,6:4 und trifft nun am Mittwoch auf den Portugiesen Joao Sousa. Thiem ging im Head-to-Head mit Dolgopolow 2:1 in Front. Vor eineinhalb Jahren in Paris hatte er in der Halle gewonnen, im Juni 2015 in Nottingham auf Rasen verloren.

Österreichs Nummer eins startete überfallsartig in das also dritte Duell mit dem 28-jährigen Dolgopolow, nach sieben Minuten führte er mit einem Break 3:0. Dieses verwaltete der Weltranglisten-15., ohne sich selbst einem Breakball gegenüber zu sehen und hatte den ersten Satz nach 26 Minuten im Sack. Der Weltranglisten-28. mit Wohnsitz Monte Carlo glich nach einem Break zum 5:3 in Sätzen aus.

Im dritten Satz vergab Thiem bei 2:1 eine Chance, seinem Gegner das Service abzunehmen. Das glückte ihm aber im letzten Game der Partie, womit er nach 1:42 Stunden womöglich einen erfolgreichen Davis-Cup-Test hinlegte.

Die Ukraine ist im Teambewerb vom 15. bis 17. Juli auswärts Gegner Österreichs in der zweiten Runde der Europa-Afrika-Zone I. Ob beide Akteure bei diesem Länderkampf auch antreten, ist im an Terminen dichten Juli im Vorfeld Olympias unsicher.

Teilnahme an French Open

Thiem hatte im Vorjahr im "Foro Italico" debütiert, nach zwei Siegen war er dem Schweizer Stan Wawrinka im Achtelfinale 6:7,4:6 unterlegen. Gegen den 27-jährigen Sousa liegt der Lichtenwörther mit 4:1 an Siegen in Front, zuletzt gab es im Februar einen Dreisatzsieg im Davis Cup.

Thiem ist vor seiner Zweitrundenpartie in der italienischen Hauptstadt aber schon am Dienstag im Doppel-Einsatz, und zwar mit dem Deutschen Alexander Zverev gegen die Spanier Feliciano und Marc Lopez.

Thiem war froh, nach dem Auftakt-Out von Madrid einen Sieg gelandet zu haben. "München und Madrid war jetzt spielerisch nicht so gut. Madrid habe ich auch früh verloren, das hat mir ein bisschen einen Knacks gegeben", räumte der ÖTV-Star ein. "Von da her ist es ganz wichtig, dass ich in Rom wieder gut spiele. Und daher bin ich glücklich, dass ich die erste Runde einmal überstanden habe."

Thiem war nach dem frühen Out in der spanischen Hauptstadt daheim gewesen. "Ich habe da relativ gut trainiert und regeneriert", berichtete er nach dem Sieg über Dolgopolow. Der sei ein sehr, sehr unangenehmer Gegner. "Gegen ihn ist es immer schwierig, da er ein extrem unorthodoxer Spieler ist. Man muss immer irgendwie dranbleiben und das ist mir gelungen. Es war ein schwieriges Match, aber das war auch zu erwarten." Das letzte Game des Matches mit dem Break sei sein bestes gewesen.

Joao Sousa sollte Thiem nicht überraschen können, kommt es doch schon zum sechsten Duell der beiden. "Ich habe gegen niemanden öfter gespielt als gegen ihn auf der Tour. Jedes Match gegen ihn war schwer bis jetzt." Der Iberer war in der vergangenen Woche bis ins Madrid-Viertelfinale vorgestoßen, in dem er dem Spanier Rafael Nadal in drei Sätzen unterlag.

Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga hat indes sein Antreten in Rom wegen einer Adduktorenverletzung abgesagt. Für den 31-Jährigen könnte es nun mit einer Teilnahme an den in knapp zwei Wochen beginnenden French Open knapp werden.