Vösendorf , Neunkirchen

Erstellt am 03. Oktober 2016, 12:57

von NÖN Redaktion

Neugeborenes Lamm zum Sterben auf Rastplatz abgelegt. Hilfloses Lämmchen wurde rücksichtslos seinem Schicksal zu überlassen. Tier wurde von Autofahrer entdeckt und zum Tierschutzverein nach Vösendorf zur Behandlung gebracht.

Symbolbild

 

Auf einem Rastplatz im Bezirk Neunkirchen haben unbekannte Personen ein neugeborenes Lamm einfach zum Sterben neben einem Abfallkübel abgelegt. Zudem hatte man sich nicht einmal die Mühe gemacht, das Tier von der Nabelschnur zu befreien.

Ein zufällig vorbeikommender Autofahrer, der auf dem Rastplatz einen Stopp einlegte, entdeckte das arme Tier, nahm sich umgehend seiner an und päppelte es kurzerhand selbst ein wenig auf. Danach brachte er es in den Wiener Tierschutzverein zur weiteren Versorgung.

Dort wurde das nur wenige Tage alte Lämmchen eingehend untersucht. Glücklicherweise wurden bis auf Durchfall keine Beschwerden nachgewiesen.

Lämmchen auf Bauernhof untergebracht

Das Tier wurde nun auf einen Bauernhof gebracht, dessen Besitzerin bereits Erfahrung in der Aufzucht mit Schafen hat. Dort kann sich das Jungtier nun von seinen Strapazen erholen. Aufgrund der fehlenden Mutter und dem Stress, den das Lämmchen bereits knapp nach seiner Geburt erleiden musste, besteht aber dennoch das Risiko, das es nicht überlebt. „Wir halten allerdings sämtliche Daumen gedrückt und bedanken uns sehr herzlich beim Finder sowie der neuen „Adoptivmama“. Nur mit Hilfe von tierlieben Menschen wie diesen können wir unsere tägliche Arbeit verrichten“, sagt die Wiener Tierschutzvereins-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Klappt alles reibungslos, kann das Lämmchen später in kundige Hände vergeben werden.

Schwerwiegender Fall von Tierquälerei

Dennoch sollte - so Petrovic - nicht vergessen werden, dass es sich wieder einmal um einen besonders schwerwiegenden Fall von Tierquälerei handelt: „Eine derartige Herzlosigkeit ist höchst verwerflich. Hier in Österreich mit einem dichten Netz von Tierschutzvereinen gibt es auch nicht die geringste Rechtfertigung für solch eine Barbarei. Für Grausamkeiten wie diese sollte bei Ausforschung der Täter wirklich einmal die Höchststrafe von zwei Jahren Gefängnis greifen."