Erstellt am 30. Juli 2015, 13:03

Tierschützer protestierten im Pyjama gegen Fiaker in Wien. Im Pyjama für die Pferde: Gut ein Dutzend Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) protestierten am Donnerstag mittels "Sleep In" am Stephansplatz für ein Fiakerverbot in Wien.

 |  NOEN, APA

Schlafmützen, Kuscheltiere, Bettwäsche und sogar der eine oder andere Schnuller sollten auf "Tierqual im Namen der Tradition" aufmerksam machen - sehr zum Erstaunen des einen oder anderen Touristen. Nach einer Stunde klingelten dann die Wecker - hieß das Motto doch "Verschlaf' nicht das 21. Jahrhundert".

"Pferde sind Flucht- und Herdentiere, die haben in einer Großstadt wie Wien einfach keinen Platz mehr", betonte VGT-Aktivistin Elisabeth Sablik im Gespräch mit der APA. Abgase und Lärm würden den Tieren ebenso zusetzen wie die Sommerhitze. Zudem hätten die Fiakerpferde - deren Arbeitstag laut VGT bis zu 14 Stunden dauern kann - im Geschirr kaum Platz, um ihr soziales Verhalten auszuleben. An den Standplätzen würde es häufig an Futter, Wasser und Schatten mangeln.

Auch ihre Freizeit würden die Pferde meist in Boxen eingesperrt verbringen. "Wir wollen ein fiakerfreies Wien", meinte Sablik daher. So könnten auch Unfälle mit den Kutschen, bei denen Menschen und Tiere zu Schaden kommen können, verhindert werden.

Tierschützer fordern immer wieder ein Verbot für Wiener Fiakerpferde. In den Sommermonaten - zuletzt während der jüngsten Hitzewelle - kocht zudem regelmäßig die Debatte hoch, ob den Tieren ab einer bestimmten Temperatur hitzefrei gegeben werden sollte.