Erstellt am 11. April 2015, 21:08

von Fritz Hauke

1:0! Ried bleibt Wr. Neustadts Angstgegner. Zwanzig Spiele ohne Sieg - Wiener Neustadt konnte auch am Samstag gegen Ried nicht gewinnen. Schnelles Tor zu Beginn als Schlüsselszene.

Philip Hellquist (l./ Wr. Neustadt) gegen Harald Pichler (Ried) am Samstag, 11. April 2015, während der tipico-Bundesliga-Begegnung zwischen SC Wiener Neustadt und SV Josko Ried in Wiener Neustadt.  |  NOEN, APA/HERBERT NEUBAUER

SC WIENER NEUSTADT - RIED 0:1. Endlich wieder Neustädter Bundesliga-Fußball. Nach Länderspielpause und Altach-Absage konnten die SC-Kicker gegen Ried endlich wieder ihrer geregelten Arbeit nachgehen. Trainer Helgi Kolvidsson musste umstellen, brachte Rauter und Debütant Wimmer von Beginn an – Freitag und Sereinig nach Krankheit außer Gefecht. Auch Dobras fand sich nach einem Grippe-Schub nur auf der Bank wieder.

Vor dem Spiel war klar: Die Serie von 19 Spielen ohne Neustädter Sieg (der letzte 2010) sollte heute ein Ende finden.
Doch den Startschuss machten die Oberösterreicher: Hoher Ball in den SC-Sechzehner, die Neustädter Defensivreihe spekulierte auf Abseitsposition – Clemens Walch unbeeindruckt mit dem 1:0. Da waren keine sieben Minuten gespielt.
Wiener Neustadt suchte das Heil in hohen Bällen – allerdings war Stürmer Philip Hellquist bei der Rieder Innenverteidigung gut aufgehoben.

Gastgeber ohne nötige Durchschlagskraft

Bitter für Neustadt: Nach nur zwanzig Minuten musst Dominik Hofbauer verletzt vom Feld – er verknöchelte sich, konnte nicht weitermachen. In Minute 27 hätte Ried noch einen drauf legen müssen – Thomas Murg flankte, Clemens Walch vergab aus kurzer Distanz. Fast schon schwerer, den nicht zu machen…
Die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung zwar ambitioniert, allerdings ohne die nötige Durchschlagskraft. Der letzte Passe fand zu oft einen „Grünen“.

Mit dem Seitenwechsel versuchten die Neustädter im Angriffsdrittel Zugriff auf die Partie zu bekommen. Der (vermeintliche) Lohn folgte bereits in Minute 50: Herbert Rauter tankte sich gut durch, ließ Gebauer keine Chance und setzte bereits zum Jubel an. Doch Schiri Schörgenhofer hatte ein Foul gesehen, der Treffer zählte nicht. Neustadt aktiver in Durchgang zwei – die besten Chancen: Matthias Koch mit einem Distanzschuss, den Gebauer auf die Seite abklatschte. Kristijan Dobras spielte einen Rieder aus, spielte einen zweiten Rieder aus – beim Dritten blieb der „Edelzangler“ allerdings hängen. Zehn Minuten vor Schluss klopfte Conor O‘Brien mit einem Kopfball an – Gebauer lenkte die Kugel mit Müh und Not über die Latte.

Ried nur noch im Konter existent, rührte Beton an. Es blieb beim 1:0 für die Oberösterreicher. Positiv für Wiener Neustadt: Durch die Admira-Pleite gegen den WAC bleibt im Tabellenkeller die Ausgangslage unverändert.

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Stimmen zum Spiel

Ried-Trainer Oliver Glasner: "Ein hartes Stück Arbeit für uns. In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, da hätten wir den Sack zumachen müssen. Wiener Neustadt hat in der zweiten Halbzeit gut mit Standards gearbeitet, wir haben gut verteidigt. Unter dem Strich ein verdienter Sieg. Wir haben mit Rapid und Salzburg jetzt zwei schwere Gegner, uns war wichtig, gegen Wiener Neustadt zu gewinnen."
 
Wiener Neustadt-Trainer Helgi Kolvidsson: "Vor dem Spiel hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl und dann kommt Ried mit der ersten Aktion so zu einem Tor. Das, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war einfach zu wenig. In solchen Spielen ist meistens nur ein Unentschieden drinnen - das wollten wir mit Standards erzwingen. Schade, dass mit Hofbauer, Sereinig und Freitag drei Spieler, die bei Eckbällen stark sind, nicht dabei waren. Solche Ausfälle gehen nicht spurlos an uns vorbei."