Erstellt am 11. April 2015, 21:25

von Alexander Wastl

Admira: 0:2-Niederlage bei Lederer-Debüt. Trotz Trainerwechsel offenbarte die Admira gegen den WAC alte Schwächen: 0:2-Niederlage im Lavanttal.

Einsatz unbelohnt. Christopher Wernitznig und seine Wolfsberger (oben) überflügelten Richard Windbichler und die Admira Wacker Mödling mit 2:0.  |  NOEN, APA/GERT EGGENBERGER

Einige Veränderungen unter „Neo-Coach“ Oliver Lederer nach der 2:3-Heimpleite gegen Grödig. Siebenhandl, Grozurek, Wostry und Sulimani rückten in die Startelf. Ansonsten bekam man aber nicht viel Neues zusehen. Die Admira begann wie immer mutig, hatte durch Grozurek (15.) die erste Topchance im Spiel. Es sollte aber das Admira-Highlight in Hälfte eins bleiben, denn danach kamen die Wolfsberger immer besser in Spiel. Trotz der verstärkten Bemühungen, konnten aber auch die Lavanttaler vorerst keinen Profit schlagen.

Seidl-Freistoß bringt WAC Führung

Das Spiel plätscherte dahin, der Admira gelang Offensiv nur mehr wenig. Auch die Kärntner wirkten ideenlos, diese machten sich aber eine altbekannte Schwäche der Admira zunutze. Denn auch unter Lederer bleibt ein Admira-Manko erhalten: Die Standardsituationen. Eldis Bajrami foult Ex-Mattersburger Manuel Seidl, dieser führt selbst aus. Captain Richard Windbichler verliert das Kopfball-Duell gegen Drescher (43.), der stark in den Ball hineingeht. Wiedereinmal spielt die Admira tapfer mit, wie so oft gerät man in Rückstand.

Bemühungen bleiben unbelohnt

In Hälfte zwei wurde der Regen über der Lavanttal-Arena stärker, mit ihr vorerst auch die Admira. Bajrami tauchte nach 55 Minuten alleine vor WAC-Keeper Dobnik auf, der parierte aber blendend. Doch das Spiel wurde zum Spiegelbild der ersten Hälfte, nach einer Viertelstunde übernahmen wieder die Wolfsberger das Kommando. Keeper Siebenhandl musste des Öfteren eingreifen, allen voran gegen Wernitznig (68.). Zwei Minuten später war aber, auch für den ehemaligen Torhüter des Jahres, nichts mehr zu halten.

Individualfehler sorgt für Vorentscheidung

Da machte Zwierschitz der Kühbauer-Elf mit einem fatalen Querschläger ein nachträgliches Ostergeschenk. Der Assistgeber zum 1:0, Seidl, versenkte den Ball diesmal selbst souverän. Für die Admira war das 2:0 abermals ein Genickbruch. Auch die beiden eingewechselten Offensivkräfte, Schicker und Ouedraogo, vermochten nichts an der herannahenden Niederlage zu ändern. "Chicha" Schicker kam dem Anschlusstreffer noch am nächsten, sein Ball wurde aber von Sollbauers Rücken abgewehrt.

Neuer Trainer, alte Leier

Der Rücktritt von Trainer Walter Knaller sollte eigentlich das letztmögliche aus der Admira „herauskitzeln.“ Davon war im Spiel eins nach Knaller wenig zu sehen. Die Südstädter spielten wie so oft nicht schlecht, alte Probleme sind bleiben aber aufrecht. Ein Standardtor und individuelle Patzer kosteten auch schon gegen Grödig das sicher geglaubte Spiel. In der Offensive sind die Südstädter nach wie vor zu harmlos, erstmals seit sieben Spielen erzielte man überhaupt keinen Treffer.

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WAC - Admira Wacker 2:0 (1:0).

Tore: 1:0 (43.) Drescher, 2:0 (70.) Seidl.
Gelbe Karten: Wernitznig, Jacobo, Drescher bzw. Katzer
WAC: Dobnik - Berger, Sollbauer, Drescher, Baldauf - Standfest, Hüttenbrenner (59., Tschernegg) - Wernitznig, Seidl, Jacobo (86., Oussale) - Kerhe (75., Zulj)
Admira: Siebenhandl - Zwierschitz, Wostry, Katzer, Ebner - Windbichler - Bajrami, Malicsek (74., Schicker), Kerschbaumer, Grozurek (82., Knasmüllner) - Sulimani (65., Ouedraogo)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.500 Zuschauer, SR Jäger

 


Stimmen zum Spiel

Manuel Seidl (WAC St. Andrä, Torschütze zum 1:0): "Ein unglaublicher Tag für mich. Wir haben gewusst es wird ein schweres Spiel, wichtig war, dass wir vor der Pause dass Tor gemacht haben. Das Foul (1:0) muss man nicht pfeifen."

Eldis Bajrami (Admira Wacker Mödling): "Ich denke nicht dass es ein Foul war. Momentan stimmen die Ergebnisse nicht und das ist nicht gut für uns."