Erstellt am 07. März 2016, 11:31

von APA/Red

In Indoor-Anlage Marihuanastauden gezogen. Ein 38-jähriger Tiroler soll seit vergangenem Jahr 150 Marihuanastauden gezogen, geerntet und konsumiert haben.

 |  NOEN, APA (Archiv/Gindl)

Bei einer Hausdurchsuchung im Bezirk Imst stellten Beamte bei dem Einheimischen 98 in Blüte stehende Pflanzen, 96 Gramm Marihuana, 29 Gramm Haschisch und andere illegale Substanzen sicher, teilte das Landeskriminalamt am Montag mit.

Der 38-Jährige wurde wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz festgenommen. Bei seiner Vernehmung habe er die Menge von 150 Marihuanastauden eingestanden, so das LKA. Die Indoor-Anlage wurde sichergestellt. Hinweise darauf, dass er das Suchtmittel an andere Personen verkauft hätte, gab es vorerst keine. Der Tiroler wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Weitere Plantage in Steiermark gefunden

Auch in der weststeirischen Gemeinde Stainz ist man nach dem Brand eines Mehrparteienwohnhauses am vergangenen Samstag auf eine Indoor-Plantage mit Cannabispflanzen gestoßen, teilte die Polizei mit. Bei dem Brand gingen die Ermittler von Fahrlässigkeit aus.

Der Brand ist laut Bezirksinspektor Mario Sattler vom Landeskriminalamt Steiermark in einem holzverbauten Außengang im ersten Stock des denkmalgeschützten Gebäudes ausgebrochen. Nach den aktuellen Ermittlungen dürfte Zigarettenglut oder -asche die Flammen ausgelöst haben. Eine technische Ursache als Zündquelle konnte von den Sachverständigen ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Bei den Erhebungen wurde in einer vom Brand betroffenen Wohnung überdies eine Indoor-Anlage mit Cannabispflanzen entdeckt und sichergestellt. "Es sind etliche Pflanzen gefunden worden", schilderte Sattler. Die Mieter der Wohnung werden nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt.

Totalschaden nach Brand

Der Brand in dem Gebäude am Rathausplatz von Stainz war in der Nacht auf Samstag ausgebrochen. Das Gebäude mit mehreren Wohnungen sowie einem Restaurant und einem Veranstaltungszentrum im Erdgeschoß musste evakuiert werden. Am Bauwerk entstand Totalschaden. Sechs Menschen wurden laut Polizei aus ihren Wohnungen gerettet, zwei mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Sie konnten das Landeskrankenhaus Deutschlandsberg bereits wieder verlassen.