Erstellt am 30. März 2015, 11:43

von APA/Red

Südtiroler bei Lawinenabgang in Osttirol schwer verletzt. Bei einem Lawinenunfall in Prägraten am Großvenediger in Osttirol ist am Sonntag ein 42-jähriger Südtiroler schwer verletzt worden.

Der Skitourengeher war nach Angaben der Polizei von einem 200 Meter breiten Schneebrett mitgerissen worden und wurde von seinem 59-jährigen Kameraden erstversorgt. Beide Alpinisten wurden ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.

Die zwei aus Prettau im Ahrntal bei Bruneck stammenden Tourengeher wollten über einen Südosthang am Roßhuf in Richtung Umbaltal abfahren, als sich in 3.100 Metern Höhe im 35 Grad steilen Gelände das Schneebrett löste.

Die Alpinisten wurden von der Lawine mitgerissen, stürzten über teilweise felsdurchsetztes Gelände ab und blieben nach 100 Metern auf der Lawine liegen.

Der 42-Jährige zog sich einen offenen Oberschenkelbruch zu. Wegen des fehlenden Handyempfanges konnte der 59-Jährige erst gegen 13.45 Uhr einen Notruf absetzen. Eine Stunde später erreichte dann der Notarzthubschrauber die Unglücksstelle und flog die zwei Südtiroler nach Lienz.

"Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt"

Die Verantwortlichen des Landes haben am Montag in einer Aussendung vor der prekären Lawinensituation in der Osterwoche gewarnt. Sie könnte die "gefährlichste Lawinenwoche dieses Winters" werden, hieß es.

Im Gebirge wurden bis zu 1,5 Meter Neuschneezuwachs erwartet. Wintersportler sollten "größtmögliche Vorsicht" walten lassen, betonte Sicherheitsreferent LHStv. Josef Geisler (ÖVP): "Skitouren und Variantenfahrten erfordern viel Erfahrung. Die Tourenmöglichkeiten sind stark eingeschränkt".

Auch in Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich wurde die Lawinengefahr am Montag als hoch eingestuft.