Erstellt am 08. Juni 2015, 12:36

von APA/Red

Wieder Schäden nach Unwettern. In Tirol hat Starkregen in der Nacht auf Montag erneut schwere Schäden angerichtet. Besonders betroffen war das Sellraintal im Bezirk Innsbruck-Land. Dort mussten mehrere Häuser evakuiert werden.

Der Starkregen hat schwere Schäden angerichtet  |  NOEN, APA

Schäden wurden auch im Bezirk Landeck gemeldet. Alle vier wegen des G-7-Treffens auf Schloss Elmau in Tirol stationierten Polizeihubschrauber sowie eine Maschine des Bundesheeres standen im Dauereinsatz.

Von den heftigen Unwettern mit Starkregen waren am Montag das Sellrain- und Paznauntal besonders betroffen. Dutzende Murenabgänge und Überschwemmungen richteten großen Sachschaden an. Für den Verkehr gesperrt werden musste unter anderem die Sellraintalstraße. Die Melach erreichte im Sellrain in kürzester Zeit den Pegel eines 100-jährigen Hochwassers.

Das Bachbett der Melach ist in der Gemeinde Sellrain vom Fußballplatz bis in den Ort hinein zerstört. Links und rechts der Straße sind Muren abgegangen. "Die Melach fließt teilweise durch die Häuser", beschrieb Landesbaudirektor Robert Müller die Ereignisse. Dort mussten 30 Personen vorübergehend evakuiert werden.

In der Gemeinde See im Paznauntal (Bezirk Landeck) soll im Oberlauf des Schallerbaches eine Verbauung gebrochen sein. Im Ortsteil Gries mussten Häuser evakuiert werden. In See waren zehn Feuerwehrleute in einem höher gelegenen Ortsbereich eingeschlossen. Sie sollen mit einem Bundesheerhubschrauber geborgen werden.

Auch im Stubai gab es Erdrutsche. Wegen Murenabgängen in Neustift mussten zwei Häuser evakuiert werden.