Erstellt am 07. Juli 2015, 15:53

von APA/Red

Titelverteidiger Djokovic steht im Wimbledon-Viertelfinale. Titelverteidiger Novak Djokovic hat am Dienstag die Wende tatsächlich noch geschafft und sich als letzter Spieler für das Viertelfinale von Wimbledon qualifiziert.

 |  NOEN, EPA

In der Fortsetzung des am Vorabend wegen Dunkelheit vor dem fünften Satz abgebrochenen Achtelfinales gegen den Südafrikaner Kevin Anderson setzte sich der topgesetzte Serbe nach 3:47 Stunden noch mit 6:7(6),6:7(6),6:1,6:4,7:5 durch.

Druck auf  Djokovic ausgeübt

Anderson hatte dank seines gewaltigen Aufschlags enormen Druck auf Djokovic ausgeübt und war mit insgesamt 40 Assen im letzten Durchgang auch mit 5:4 in Führung gelegen. Doch dann schwächelte der Weltranglisten-14. ausgerechnet im elften Game des fünften Satzes und beging bei 15:15 zwei Doppelfehler en suite. Diese Chance ließ sich ein sehr nervös wirkender Djokovic nicht nehmen. Nach dem Break zum 6:5 servierte er trotz eines 0:30 zum 7:5 aus.

"Kevin hat außergewöhnlich gut serviert. Das war eines der schwierigsten Matches, das ich überhaupt je gespielt habe", atmete der Weltranglisten-Erste auf, nachdem er zum 25. Mal en suite das Viertelfinale eines Major-Turniers erreicht hatte. Djokovic gestand, dass er beim Rückschlag mitunter hilflos war. "Das war ein hohes Niveau für ein Wimbledon-Achtelfinale."

"Das gibt mir viel Selbstvertrauen"

Am Vortag war er schon 0:2-Sätze zurückgelegen, hatte sich dann aber doch gesteigert und sich so in die Verlängerung am Dienstag auf Court 1 gerettet. "Das gibt mir viel Selbstvertrauen", erklärte der Schützling von Boris Becker, der in diesem Jahr mit seinem prominenten Betreuer gleichziehen und zum dritten Mal an der Church Road triumphieren könnte.

Im Viertelfinale, das Djokovic nun komplettiert hat, trifft der 28-jährige, achtfache Major-Sieger am Mittwoch auf US-Open-Sieger Marin Cilic. Beim Blick auf die Statistik gegen den Weltranglisten-Neunten aus Kroatien muss Djokovic nicht bange werden: Er führt mit 12:0-Siegen. Cilic hat selbst auf dem Weg in die Runde der letzten acht schon zweimal über fünf Sätze gehen müssen: Gegen Ricardas Berankis (LTU) und in der dritten Runde gegen Aufschlag-Riesen John Isner (Sieg mit 12:10 im fünften Satz).