Erstellt am 24. Februar 2016, 09:13

Trump bei Vorwahlen in Nevada weit vorne. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich unmittelbar nach Ende der Vorwahl im Bundesstaat Nevada als Sieger gefeiert. Nachdem am Dienstagabend knapp 25 Prozent der Stimmen ausgezählt waren, lag der 69-Jährige mit deutlichem Vorsprung vor seinen Konkurrenten Marco Rubio und Ted Cruz.

 |  NOEN, AFP

"Vor ein paar Monaten hat niemand erwartet, dass ich hier gewinnen werde", sagte der 69-Jährige am Dienstagabend in Las Vegas. Nach Parteiangaben gewann er die Urwahl seiner Partei im Bundesstaat Nevada deutlich gegen seine stärksten Rivalen.

Trump geht nun mit kräftigem Rückenwind in den "Super Tuesday" am 1. März. An diesem Tag stehen bei den Republikanern Wahlen in zwölf Staaten an.

In den Vorwahlen sieben die Demokraten und Republikaner ihre Bewerber aus. Die eigentliche Kandidatenkür erfolgt dann auf Parteitagen im Sommer. Gewählt wird der Nachfolger von US-Präsident Barack Obama am 8. November.

Für den rechtspopulistischen Geschäftsmann Trump ist es bereits der dritte Sieg in Folge, nachdem er zuvor die Vorwahlen in New Hampshire und South Carolina für sich entschieden hatte. "Und ich gewinne, gewinne, gewinne. Und bald wird auch das Land wieder gewinnen, gewinnen, gewinnen", sagte Trump. Er zeigte sich zuversichtlich, dass er die Nominierung bei den Republikanern holen wird. "Vielleicht wird es dafür nicht einmal mehr zwei Monate brauchen."

Das republikanische Feld konzentriert sich damit immer mehr auf die drei Bewerber. Die beiden anderen - Ohios Gouverneur John Kasich und Ex-Neurochirurg Ben Carson - lagen in Nevada im einstelligen Bereich.

Ein zweiter Platz in dem Bundesstaat im Westen der USA dürfte Rubios Position gegen Cruz stärken. Nach dem Ausschneiden des Mitbewerbers Jeb Bush wurde der Senator von Florida in den vergangenen Tagen immer wieder als möglicher Kompromisskandidat gegen Trump ins Spiel gebracht. Der 44-Jährige vertritt allerdings ähnlich harte Positionen wie der Unternehmer, vor allem was das Thema Einwanderung angeht.

Cruz gratulierte Trump noch am Abend zum Sieg. Er war zugleich aber bemüht, seine eigenen Chancen auf die Nominierung nicht zu untergraben. "Die Geschichte lehrt uns, dass niemand jemals die Nominierung gewonnen hat, ohne eine der ersten drei Vorwahlen gewonnen zu haben", sagte der Senator von Texas vor Anhängern in Las Vegas.

Trump konnte in Nevada bei so ziemlich allen Wählergruppen Stimmen holen, wie der Sender CNN berichtete. "Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten", sagte Trump.

Auch bei den Wählern mit hispanischem Hintergrund kam er laut CNN auf einen hohen Anteil. Trump hetzte im Wahlkampf immer wieder gegen Einwanderer. Er will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, um Menschen von der illegalen Einreise abzuhalten.

Nevada war die erste Vorwahl im Westen der USA. Was die Zahl der zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli angeht, spielt der Staat eine untergeordnete Rolle. Für den Gesamtsieg braucht ein Bewerber bei den Republikanern 1237 Delegierte. In Nevada ging es um 30.

Die nächste Vorwahl Bei den Demokraten steht am Samstag in South Carolina an. In dem Südstaat führt Hillary Clinton vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders in den Umfragen.