Erstellt am 20. Dezember 2015, 17:12

von APA/Red

Über 70 Tote bei russischen Angriffen. Bei Luftangriffen auf die Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten Syriens sind am Sonntag Dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben von Rettungskräften wurden mindestens 73 Tote geborgen, zahlreiche Menschen würden noch unter den Trümmern vermutet.

Bei den mindestens sechs Luftschlägen seien ein gut besuchter Markt im Zentrum der Stadt, zahlreiche Regierungsgebäude und Wohnviertel getroffen worden. Die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien berichtete indes von mindestens 36 Toten und Dutzenden Verletzten. Idlib wird von einem Rebellenbündnis gehalten, zu dem auch der Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front gehört.

Auch gemäßigte Rebellen werden angegriffen

Russland unterstützt mit Luftangriffen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, für den der Verlust der Provinz Idlib ein herber Rückschlag war. Nach russischer Darstellung sollen die Luftangriffe vornehmlich die Extremistenmiliz IS treffen. Kritiker werfen Russland allerdings vor, auch gemäßigte Rebellengruppen zu bekämpfen und durch wahllose Bombardierungen zahlreiche zivile Opfer zu verursachen.