Erstellt am 27. März 2015, 12:04

von APA/Red

Überdurchschnittlich hohes Polizei-Vertrauen. Im Durchschnitt ist das Vertrauen in die Polizei in Österreich höher als in anderen Ländern.

Das ergab zumindest der "Global Trust Report", den das Marktforschungsunternehmen GfK alle zwei Jahre in 26 Ländern durchführt. Laut Umfrage vertrauen dem Exekutivorgan hierzulande 77 Prozent, politischen Parteien - sie sind die Verlierer - nur 24 Prozent. Das Vertrauen in den Euro stieg an (51 Prozent).

Lediglich die Australier vertrauen der Polizei mehr. Bei ihnen liegt der Wert sogar bei 86 Prozent. Im internationalen Vergleich rangieren die Beamten dennoch ganz hinten im Ranking - globaler Gewinner ist das Militär. Mit 79 Prozent auf der "Vertrauensskala" ist es die führende Institution.

International politische Parteien unzuverlässig 

Als besonders unzuverlässig werden international politische Parteien gesehen. Nur 30 Prozent der Befragten geben an, sie seien verlässlich. Abgestraft wurden sie hierzulande vor allem in Kärnten, wo ihnen nur sieben Prozent vertrauen. Spanien hat es noch schlechter erwischt, dort sind es nur fünf. Besser haben es die Parteien da in Indien: Beinahe die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) denkt, auf sie zählen zu können.

Schlecht abgeschnitten haben in Österreich auch Großunternehmen (30 Prozent) und die Regierung (36 Prozent). Letztere rangiert mit diesem Wert am dritt-vorletzten Platz. Laut GfK könnte die Hypo-Causa dafür ursächlich sein, denn auch Banken und Versicherungen wird nur wenig Vertrauen entgegen gebracht.

Positiv ist, dass - abgesehen vom steigenden Glauben an den Euro um elf Prozentpunkte auf 51 Prozent - auch das Grundvertrauen in die Menschheit in Österreich noch vorhanden zu sein scheint. 73 Prozent der Befragten gaben nämlich an, ihren Mitmenschen zu vertrauen. "Davon kann man anderswo, vor allem in afrikanischen Ländern, nur träumen, auch wenn der österreichische Wert nur im Mittelfeld liegt", fügte Angelika Kofler, Leiterin der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung, hinzu.