Erstellt am 30. Juli 2014, 14:08

von Heinz Bidner

Schwedenbomen-Welt in NÖ. Die Produktion der Kult-Marke soll ab 2016 in Wiener Neudorf erfolgen. Konsumenten sollen dann in einer Schwedenbomben-Welt ihre eigenen Schokoküsse erzeugen können.

Präsentierten die Übersiedlungspläne (v.l.).: Gerald Neumair (Vorsitzender des Verwaltungsrates der Heidi Chocolat AG), Landeshauptmann Erwin Pröll, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Gerhard Schaller (Geschäftsführer der Heidi Chocolat AG Niederlassung Österreich).  |  NOEN, NLK / Johann Pfeiffer
Unter großem Medienrummel wurde diesen Mittwoch der neue Produktionsstandort der Niemetz Schwedenbomben offiziell bekannt gegeben: das Industriezentrum NÖ-Süd bei Wiener Neudorf, unmittelbar südlich von Wien, welches der landeseigenen Wirtschaftsagentur ecoplus gehört. Die Produktion muss bekanntlich vom jetzigen Standort in Wien ab 2016 verlagert werden, da das Gebäude vom Alteigentümer im Vorjahr verkauft worden war und dort nur mehr bis Ende 2015 produziert werden darf.

Konkret wird die „Heidi Chocolat AG Niemetz Schwedenbomben Niederlassung Österreich“, Teil des Meinl-Imperiums, ein seit Ende 2012 leer stehendes Objekt an der frequenzstarken Triester Straße beziehen. Zuvor muss es aber adaptiert und erweitert werden. Seitens ecoplus sollen dafür rund vier Millionen Euro fließen, vom Mieter Heidi Chocolat sollen nochmals rund sieben Millionen Euro locker gemacht werden.

Schwedenbomben-Welt ab 2016

Dabei soll auch eine eigene Schwedenbomben-Welt mit angeschlossenem Fabriksverkauf entstehen. Auf knapp 200 Quadratmetern sollen die Besucher über die Geschichte und Produktion der Süßwaren informiert werden. „Die Konsumenten können dann auch ihre eigenen Schwedenbomben erzeugen“, sagt Gerhard Schaller, Geschäftsführer der Heidi Chocolat Österreich.

Auch in unmittelbarer Nähe des rund 18 Kilometer entfernten jetzigen Standorts am Rennweg soll ein neuer Fabriksverkauf etabliert werden. Neben den Schwedenbomben werden derzeit die Nußcremeriegel Manja und Swedy erzeugt. Innovationen werden erst am neuen Standort angedacht.

Gerald Neumair, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Heidi Chocolat AG, rechnet, dass ein Großteil der 70 bestehenden Mitarbeiter nach NÖ mitgehen wird. Da aktuell Vertriebs- und Verkaufsmitarbeiter gesucht werden, würde der Personalstand bald auf 100 anwachsen. Künftig soll auch im Umkreis von 700 Kilometern in die Nachbarländer Österreichs exportiert werden.

Standort NÖ gegen Wien durchgesetzt

Warum hat das Unternehmen aber bei der Standortwahl NÖ gegenüber Wien den Vorzug gegeben?  "Es war das Gesamtpaket“, sagt Gerhard Schaller. An den Förderungen und Kosten allein wäre es nicht gelegen: „Wir hätten in einem Hinterhof in Wien sicher billiger produzieren können.“ Man wollte aber eine Hochfrequenzlage für die Schwedenbomben-Welt. Zudem wären die unmittelbare Wien-Nähe und eine sehr gute Infrastruktur von großer Bedeutung.

„Wir werten das als ganz großes Kompliment für den Wirtschaftsstandort NÖ“, meinte Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) bei der Pressekonferenz. Auch Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (VP) zeigte sich erfreut und verwies auf rund 330 Betriebe, die bereits im IZ NÖ-Süd angesiedelt wären.