Erstellt am 20. Januar 2015, 08:06

von APA/Red

Flughafen Donezk weiter "Brennpunkt". Der Flughafen der Rebellenhochburg Donezk ist zum "heißesten Brennpunkt" der Ostukraine geworden.

Soldaten, die bereits lange im Einsatz gegen die Aufständischen im Osten des Landes seien, sollten durch Reservisten ersetzt werden, teilte am Dienstag das Verteidigungsministerium in Kiew mit.

Beobachter befürchten weitere Eskalation

Die Aufständischen und die Führung in Moskau kritisieren diese massive Verstärkung der Armee scharf. Beobachter befürchten eine weitere Eskalation der Lage. Separatistenführer Alexander Sachartschenko warf der prowestlichen Regierung in Kiew "Kriegsvorbereitungen" vor. "Wir sind nicht schwach und sind bereit, angemessen zu reagieren", warnte er in Donezk.

Das Fernsehen zeigte junge Männer bei ärztlichen Untersuchungen und beim Empfang von Waffen und Uniformen. In zwei weiteren Etappen sollen von April und Juni an erneut mehr als 50.000 Soldaten eingezogen werden. Die Teilmobilmachung erhöhe die Sicherheit der Ex-Sowjetrepublik, sagte der Berater von Präsident Petro Poroschenko, Juri Birjukow, mit Verweis auf Russland.

Rebellenhochburg Donezk ist "heißester Brennpunkt" 

"Heißester Brennpunkt" der Ostukraine ist derzeit der Flughafen der Rebellenhochburg Donezk. Nach einem blutigen Kampftag sei Montagabend eine "gewisse Entspannung" erkennbar geworden, berichteten russische Medien. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verteidigte die neueste Militäroffensive gegen die Separatisten.

Die Armee habe im Krisengebiet Donbass auf Angriffe der moskautreuen Aufständischen reagieren müssen, sagte der prowestliche Staatschef bei einem Treffen mit der polnischen Ministerpräsidentin Ewa Kopacz in Kiew. Dennoch halte er eine politische Lösung des schweren Konflikts weiter für möglich.