Erstellt am 21. Juni 2014, 13:08

Unfall-Lenker ohne Führerschein. Zu einem schweren Verkehrsunfall war es am Freitagabend auf der Aspangerstraße (Höhe Fa. Hamburger) in Pitten gekommen, einer der Beteiligten wurde erst nach einer Suchaktion gefunden: Er hatte keinen Führerschein.

 |  NOEN, Einsatzdoku.at
Aus unbekannter Ursache war es am Freitag gegen 18.45 Uhr in einer Kurve der Pittener Aspangerstraße zum Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge gekommen. Den Einsatzkräften von Rotem Kreuz, Polizei und Feuerwehr bot sich am Unfallort ein Schlachtfeld.

Die zwei beteiligten Fahrzeuge standen schwer beschädigt am Straßenrand, Teile der Fahrzeuge (sogar die Batterie und ein Vorderreifen) lagen verstreut auf der Fahrbahn. Außerdenm traten Betriebsmittel aus beiden Fahrzeugen aus.

Beteiligter lief davon: Suchaktion gestartet

Eine der beteiligten Personen wurde von den Helfern des Roten Kreuzes medizinisch versorgt und im Anschluss ins Krankenhaus gebracht; der zweite Fahrer, ein 17-jähriger Jugendlicher, rannte allerdings laut Angaben von Augenzeugen in den angrenzenden Wald.



Unverzüglich wurden Feuerwehrmänner in den Wald geschickt um den Vermissten zu suchen. Zusätzlich wurde von der Polizei der Hubschrauber des Innenministeriums angefordert, um die Suche aus der Luft zu unterstützen. Seitens des Roten Kreuzes wurde die Suchhundestaffel aus Neunkirchen, Wiener Neustadt und des Arbeiter Samariterbundes Ebreichsdorf angefordert.

Fieberhafte Suche bis 1 Uhr in der Nacht

Bis zum Eintreffen der Suchhundestaffel wurde die Unfallstelle von der Polizei vermessen und die Unfallfahrzeuge von der FF Pitten mittels Kran verladen und verbracht. Des weiteren wurde die Straße von ausgelaufen Betriebsmitteln gereinigt und mittels Straßenwaschanlage des TLFA-4000 gewaschen. Für die Dauer der Bergearbeiten musste die Aspangerstraße gesperrt werden.

Die Polizei begann ab ca.19.30 Uhr mit der Suche mittels Hubschraubers und einem Spürhund. Eine Handypeilung wurde ebenfalls durchgeführt, das Suchgebiet konnte auf diese Weise auf die “Hamburger-Seite” des Weißjackl eingeschränkt werden.

Ab ca. 21 Uhr begann die Suche mit den Suchhunden des Roten Kreuzes und des Arbeiter Samariterbundes. Unterstützt durch ortskundige Feuerwehrmänner wurde das Gebiet von der Leidinger-Seite aus und von der Schilterner-Seite aus durchsucht. Ebenfalls wurden einzelne Objekte im Wald kontrolliert.

Führerscheinloser Bursch am Morgen aufgetaucht und angezeigt

Eine Erfolgs-Meldung um 22 Uhr stellte sich als falsch heraus und so wurde (auch, da es sich um ein großes Suchgebiet handelt) vom Einsatzleiter der Suchhundestaffel zusätzlich noch die Landes-Staffel angefordert. Um ca. 1.00 Uhr brach der Einsatzleiter die Suche aufgrund der Dunkelheit und der gefährlichen Steilheit des Geländes ab.

Die Suche endete aber doch erfolgreich: Am Samstagmorgen kam um 7.05 Uhr der erlösende Anruf von den Einsatzkräften der Polizei, dass der Vermisste im Haus der Großeltern gefunden worden war.

"Der junge Mann hatte das Fahrzeug seiner Eltern in Betrieb genommen", berichtete Polizeisprecher Markus Haindl allerdings, dass der Jugendliche keinen Führerschein besitzt. Der 17-Jährige wird wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr angezeigt. Zudem droht dem Führerscheinlosen eine Verwaltungsstrafe.