Erstellt am 11. November 2015, 14:36

UniCredit dünnt Bank Austria radikal aus. Seit Mittwoch Mittag ist es fix: Die Bank Austria Wien muss ihr Ostbankengeschäft bis Ende 2016 an die italienische Mutter UniCredit nach Mailand abtreten.

 |  NOEN, APA (Neubauer)

Diese Sparte war bisher der wichtigste Gewinnbringer der Bank Austria. In den derzeit 13 Bankentöchtern in Ost- und Südosteuropa sind knapp 48.000 Leute beschäftigt - damit der größte Teil der insgesamt rund 57.000 Mitarbeiter der Bank Austria.

In Österreich ist ein Rückzug aus dem unrentablen Filialgeschäft denkbar. Das Privatkundengeschäft der Bank Austria mit 1,6 Millionen Kunden wird verkauft oder umstrukturiert, teilte UniCredit am Nachmittag mit.

Insgesamt streicht die UniCredit 18.200 Stellen. Zum Teil fallen Jobs aber durch Beteiligungsverkäufe weg: Etwa durch den Verkauf der ukrainischen Tochterbank oder auch die teilweise Austöchterung der Fondsfirma Pioneer.

Mit dem radikalen Sparkurs will UniCredit die Kosten um 1,6 Mrd. Euro senken. Das ist mehr als bisher erwartet wurde. Die italienische Großbank hat ihre Mittelfristpläne bis 2018 erneuern müssen und sich ein neues Sparprogramm auferlegt.