Erstellt am 19. Mai 2014, 13:08

Unklarheit über angebliche Fehlgeburt nach Demo. Unklarheit herrscht über eine angebliche Fehlgeburt nach der Demonstration gegen eine Kundgebung der "Identitären".

Laut Angaben der "Offensive gegen Rechts" soll eine von der Polizei vorübergehend festgenommene Schwangere ihr Kind verloren haben. Bei der Polizei wird der Vorfall untersucht, eine Schwangerschaft sei für die Beamten nicht ersichtlich gewesen, hieß es in einer Aussendung.

Nach Angaben der Polizei soll die Frau mit einer Gruppe von Demonstranten in ein geöffnetes Geschäft in der Josefstädter Straße "gestürmt" sein. Dabei soll es zu Sachbeschädigung und "Verwüstungen" gekommen sein, was zu mehreren Festnahmen geführt habe. Auch die Frau habe sich unter dieser Gruppe befunden. Gegenüber den Polizeibeamten habe sie angegeben, schwanger zu sein und Unterleibsschmerzen zu verspüren, weswegen sie von der Rettung in Begleitung der Polizei in ein Spital gebracht worden sei.

Laut "Offensive gegen Rechts" soll die Frau, die wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, aufgrund der Festnahme ihr Kind verloren haben. "Wir haben keine Anhaltspunkte, dass tatsächlich eine Schwangerschaft vorgelegen ist", heißt es allerdings derzeit bei der Polizei, die die Vorwürfe derzeit prüft. Vertreter der "Offensive gegen Rechts" waren am Montag vorerst nicht für die APA erreichbar. Zuvor hatte es aber geheißen, in Kontakt mit der Frau zu sein.

Massive Kritik von linksgerichteten Organisationen am Polizeieinsatz hagelte es auch am Montag weiter. So beklagten sich etwa Sozialistische Jugend (SJ), Junge Grüne und die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) über "massive Polizeigewalt" und "extrem gewalttätige Übergriffe" vonseiten der Exekutive. Hinter die Polizei stellte sich die FPÖ. Die Exekutive habe gröbere Ausschreitungen gegen Unbeteiligte verhindert und trotz "gewalttätiger Anarchos ruhig und besonnen agiert", so der Wiener Gemeinderat Wolfgang Jung.