Erstellt am 08. Juli 2015, 07:56

von APA Red

Unwetter im Westen: Zahlreiche Einsätze. Wegen heftiger Unwetter hat die Tiroler Feuerwehr am Dienstagabend sowie in der Nacht auf Mittwoch insgesamt 190 Mal ausrücken müssen.

 |  NOEN, APA (Archiv/EINSATZDOKU.AT)

Besonders betroffen waren die Bezirke Kufstein, Innsbruck-Stadt und Innsbruck Land, wie das Landesfeuerwehrkommando Mittwochfrüh auf APA-Anfrage mitteilte. Wie der ORF-Teletext berichtete, waren zwischenzeitlich 14.000 Haushalte ohne Strom.

Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt und Straßen von umgestürzten Bäumen befreit werden. Betroffen waren auch die Bezirke Reutte, Landeck und Teile des Unterlandes. In den frühen Morgenstunden beruhigte sich die Situation zusehends.

Im Außerfern waren mehrere Fahrzeuge durch Bäume eingeschlossen, ein Pkw wurde beschädigt. Meldungen über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der Sturm riss Baustelleneinrichtungen um, davon betroffen waren auch Inntal- und Brennerautobahn. Im Stubaital schlug der Blitz in einen Strommasten ein und setzte diesen in Brand. Die Berufsfeuerwehr Innsbruck berichtete von zahlreichen Sicherungseinsätzen, größere Schäden habe es nicht gegeben.

In Salzburg verzeichnete die Landesfeuerwehr 16 Einsätze, vor allem kurz nach Mitternacht. Im Flüchtlingslager in der Alpenstraße in der Stadt Salzburg half die Berufsfeuerwehr die Zelte der Migranten mit Sandsäcken zu beschweren. Durch die heftigen Böen wackelten einige Zelte, so ein Sprecher zur APA. Nachdem die Zeltleinen nachgespannt wurden, wurden insgesamt drei Tonnen Sand an den Außenseiten der Zelte deponiert. In dem Zentrum halten sich derzeit nach Angaben des Radiosenders Ö3 240 Flüchtlinge auf.

Unwetter-Einsätze gab es auch in Teilen Oberösterreichs. Bei 40 bis 45 Einsätzen musste die Feuerwehr in den Bezirken Ried im Innkreis und Braunau vorwiegend umgestürzte Bäume entfernen.