Erstellt am 30. September 2016, 02:30

Missbrauchsprozess gegen Freddie Gibbs in Wien. Der US-Rapper Freddie Gibbs muss sich am Freitag wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person im Wiener Landesgericht verantworten.

Freddie Gibbs soll mit 17-Jähriger gegen deren Willen Sex gehabt haben  |  APA (AFP/Getty)

Er soll sich am 5. Juli 2015 nach einem Gig in einem Wiener Nachtklub an einer damals 17-Jährigen vergangen haben. Der Musiker bestreitet das entschieden. Seine Verteidiger Rudolf Mayer und Thomas Kralik betonen, es gebe keinen die Anklage stützenden Sachbeweis.

Laut Anklage soll Gibbs in seinem Hotelzimmer mit dem Mädchen gegen ihren Willen geschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben, nachdem die 17-Jährige im Backstage-Bereich des Klubs reichlich Alkohol konsumiert hatte. Die 17-Jährige war - so die Staatsanwältin in ihrer Anklageschrift - aufgrund ihres benommenen Zustands nicht mehr in der Lage zu reagieren und sich zur Wehr zu setzen.

Der doppelt so alte Musiker bestreitet, mit dem Mädchen überhaupt Sex gehabt zu haben. Die 17-Jährige hatte Gibbs erst acht Monate nach dem angeblichen Missbrauch angezeigt. Ihrer Darstellung zufolge war ihr erst im Zuge von Flashbacks wieder in Erinnerung gekommen, dass sie von dem Rapper missbraucht wurde.