Erstellt am 04. September 2016, 14:24

Zwei Tote durch Tropensturm "Hermine". Zwei Tote, überflutete Straßen und Stromausfälle: Der Tropensturm "Hermine" hat in den US-Bundesstaaten Florida und North Carolina am Wochenende schwere Schäden angerichtet. Wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA (NHC) in Miami mitteilte, könnte "Hermine" auf seinem Weg nach Norden noch einmal Hurrikan-Stärke erreichen.

 |  APA/ag.

Der Wirbelsturm machte am verlängerten Labor-Day-Wochenende bereits vielen Strandbesuchern an der US-Ostküste einen Strich durch die Rechnung. Am Samstag wehte der Wirbelsturm nach Polizeiangaben in North Carolina einen Lastwagen um. Er krachte gegen ein Brückengeländer, der Fahrer wurde getötet. Zuvor hatte ein umstürzender Baum einen Obdachlosen in Florida erschlagen.

"Hermine" war am Freitag an Floridas Westküste als Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern nahe Tallahassee auf Land getroffen. Später wurde er zu einem Tropensturm herabgestuft. Hunderte Schulen und Regierungsgebäude in Florida blieben geschlossen. Die Behörden in dutzenden Verwaltungsbezirken ordneten Evakuierungen an. Laut Gouverneur Rick Scott waren 253.000 Menschen ohne Strom, allein in der Stadt Tallahassee waren es nach Angaben von Bürgermeister Andrew Gillum etwa 100.000.

Am Samstag zog "Hermine" weiter nordwärts Richtung Georgia und North Carolina. Das Hurrikanzentrum warnte zudem vor "gefährlich hohen Wellen" an der US-Ostküste von Virginia bis nach New Jersey. Die Behörden der betroffenen Bundesstaaten erklärten für mehrere Verwaltungsbezirke den Notstand, wodurch sie schneller an benötigte Hilfe kommen. In New York wurden vorsichtshalber Strände gesperrt.

"Hermine" ist der vierte Atlantik-Hurrikan in diesem Jahr und der erste in Florida seit elf Jahren. Zuletzt traf in den USA 2014 der Hurrikan "Arthur" an Land.