Erstellt am 26. Juni 2014, 11:13

von APA Red

Verband von Unschuld Suarez' überzeugt. Der uruguayische Fußball-Verband hat nach eigenen Angaben bei der FIFA "starke Argumente" zur Verteidigung von Luis Suarez in dessen Beißaffäre vorgebracht.

Der Verband sei von der Unschuld des Stürmers überzeugt, sagte Exekutivkomitee-Mitglied Alejandro Balbi uruguayischen Medienberichten zufolge am Mittwoch (Ortszeit).

Er sei sich aber "sehr bewusst, dass es großen Druck von ausländischen Medien, europäischen und amerikanischen, gebe, ebenso von einigen kolumbianischen und brasilianischen". Balbi sprach von "einer Kampagne".

Die Disziplinarkommission des Weltverbandes ermittelt gegen Suarez, nachdem dieser beim 1:0 gegen Italien zum Ende der WM-Vorrunde seinen Gegenspieler Giorgio Chiellini offenbar in die Schulter gebissen hatte. Dem Angreifer des FC Liverpool droht eine lange Sperre und damit auch das Aus für das Achtelfinale gegen Kolumbien am Samstag.

Balbi witterte englischen Medienberichten zufolge einen Komplott: "Man darf nicht vergessen, dass wir die Rivalen von vielen sind und auch für den Gastgeber (Brasilien) in der Zukunft werden können." Auch Uruguays Präsident Jose Mujica nahm Suarez in Schutz: "Er wurde nicht als Philosoph oder Mechaniker oder wegen seiner guten Manieren auserwählt, er ist einfach ein guter Spieler", sagte der Staatschef, der auch forderte, man solle Suarez in Ruhe lassen.

Die Disziplinarkommission des Weltverbands FIFA setzt nach Angaben des uruguayischen Verbands AUF ihre Untersuchungen im Fall Luis Suarez am Donnerstag fort. Man habe keine Benachrichtigung der FIFA erhalten, sagte AUF-Präsident Wilmar Valdez am späten Mittwochabend (Ortszeit) uruguayischen Medienberichten zufolge. "Wir wissen nicht, warum es noch keine Entscheidung gab."

Die FIFA habe als einzigen Beweis ein Video vorgebracht, auf dem aber kein Biss von Suarez gegen seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini zu sehen gewesen sei, erklärte Valdez. "Basierend auf den Beweisen gibt es keinen Grund für eine Strafe", behauptete der Verbandschef.