Erstellt am 13. November 2014, 12:20

Verdächtiger in Strasshof-Mordfall in Österreich. Ein des Mordes an seiner Mutter verdächtiger Niederösterreicher ist aus den USA nach Österreich überstellt worden.

Der des Mordes an seiner Mutter verdächtige Stefan W. ist aus den USA nach Österreich überstellt worden. Der 22-Jährige kam Donnerstagfrüh am Flughafen Schwechat an, teilte das Bundeskriminalamt in einer Aussendung mit. Er soll die 43-Jährige im September in Strasshof (Bezirk Gänserndorf) erstochen und in eine Bettzeuglade gelegt haben. Der Mann wurde im Oktober in den USA festgenommen.

Einvernahme in Korneuburg vorgesehen

Der 22-Jährige ist auf dem Flughafen Wien in Schwechat von Beamten der niederösterreichischen Mordgruppe übernommen worden. Er sollte in der Folge in der Justizanstalt Korneuburg befragt werden, sagte Franz Polzer, Chef des Landeskriminalamtes NÖ. Ergebnisse der Einvernahme waren zunächst nicht bekannt.

Das Motiv für das dem 22-Jährigen angelastete Verbrechen an seiner Mutter (43) blieb somit weiter offen. Es sei davon auszugehen, dass es eine Auseinandersetzung gegeben hatte, hieß es von Kriminalistenseite. Die Spuren am Tatort in Strasshof würden eine klare Sprache sprechen.

Die Leiche der Mutter mit zahlreichen Messerstichen im Nacken war am 18. September in ihrer Wohnung entdeckt worden. Den Ermittlungen zufolge hatte der junge Mann zuvor all seine Sachen aus der Wohnung mitgenommen und bereits am 8. September sein Bankkonto aufgelöst. Ein auf die Mutter angemeldeter Pkw wurde am Flughafen in Wien-Schwechat geparkt. Kriminalisten gingen daraufhin einer Spur Richtung USA nach.

Flüchtiger ging Zielfahndern ins Netz

Das Landesgericht Korneuburg ordnete eine weltweite Fahndung an. Am 21. September übernahmen Zielfahnder des Bundeskriminalamtes die Suche. Sie ermittelten in Zusammenarbeit mit dem US Department of Homeland Security die Fluchtroute des 22-Jährigen bis nach Portland. Am 16. Oktober wurde der Mordverdächtige von der Portland Police in einem Hostel festgenommen.

Laut Ermittlern lebten Mutter und Sohn - beide beschäftigungslos - sehr zurückgezogen. Das Motiv für die Bluttat war weiter unklar. Es sei davon auszugehen, dass es eine Auseinandersetzung gegeben hatte, hieß es von Kriminalistenseite. Die Spuren am Tatort in Strasshof würden diesbezüglich eine klare Sprache sprechen.