Erstellt am 26. März 2015, 13:54

von APA/Red

Mit Tempo 200 vor Polizei geflüchtet. Ein 18-jähriger Welser hat sich im Auto eines Freundes am Mittwoch eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert - ohne Führerschein. Sie ging über 70 Kilometer durch mehrere oberösterreichische Bezirke.

Dabei fuhr er bis zu 200 km/h und durchbrach mehrere Sperren. Das gab die Landespolizeidirektion in einer Presseaussendung am Donnerstag bekannt.

Begonnen hatte die Amokfahrt damit, dass einer Verkehrsstreife auf der Innkreisautobahn (A8) ein Auto ohne Kennzeichen aufgefallen war. Sie nahm die Verfolgung auf. Als der Lenker das bemerkte, beschleunigte er auf Tempo 200. Er ignorierte alle Anhaltezeichen der Beamten. In einem Baustellenbereich mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h fuhr er mit 120 km/h. Dabei vermied er nur knapp eine Kollision mit Schwerfahrzeugen auf der rechten Fahrspur.

In Haag am Hausruck verließ er in einem gewagten Manöver die Autobahn und flüchtete mit weit überhöhter Geschwindigkeit auf Bundes- und Landesstraßen weiter. Dabei kam es zu Beinahezusammenstößen mit mehreren anderen Verkehrsteilnehmern. Auch zwei Straßensperren der Polizei mit quer gestellten Fahrzeugen durchbrach er. Die Beamten mussten sich mit Sprüngen auf die Seite retten.

Fluchtauto stehen gelassen

In Wels verloren die Verfolger den Verkehrsrowdy aus den Augen. Doch sie fanden zuletzt das leere Fluchtauto nahe der Autobahnmeisterei. Sie erkannten den nicht zugelassenen Wagen und konnten so eine Verbindung zu dessen Besitzer herstellen. Es handelte sich um einen 17-Jährigen aus Wels. Er und sein 18-jähriger Freund wurden nach intensiver Suche mit Polizeihundestreifen in Wels festgenommen.

Bei den Einvernahmen stellte sich heraus, dass der 18-Jährige das Fahrzeug gelenkt hatte und der 17-Jährige als Beifahrer dabei war. Ein Alkotest verlief negativ. Beide wurden auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt. Sie müssen mit mehreren Anzeigen rechnen.