Erstellt am 28. November 2014, 19:38

von APA/Red

Verkauf der Hypo-Balkanbanken vorerst gescheitert. Der Verkauf der Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken an das Bieterkonsortium Advent/EBRD ist fürs Erste geplatzt. Bis Donnerstag Nacht (27. November, 23.59 Uhr) hätte ein Kaufvertrag unterzeichnet werden sollen.

Es ist kein Vertrag zustande gekommen, verlautete aus informierten Kreisen. Eine Frist dafür war schon einmal erstreckt worden. Nun gab es keine weitere Erstreckung.

In den nächsten Wochen wird der Bieterprozess zum Teil neu aufgesetzt, gestoppt sei der Verkaufsprozess aber nicht, heißt es. Der Bieter Advent habe bis Donnerstagnacht nicht unterschrieben, aber auch nicht abgewunken. Deshalb sei Advent samt EBRD weiter im Rennen.

"Wir haben ein gutes Angebot vorgelegt", so der Sprecher, "und die Verhandlungen sind weit fortgeschritten." Warum Advent den Kaufvertrag noch nicht unterschrieben habe, liege an technischen Fragen, die es noch zu klären gebe, so der Sprecher. Keinen Kommentar gab es zu den Informationen, wonach wegen dieser versäumten Frist mit Advent/EBRD nun nicht mehr exklusiv verhandelt wird und dass vor allem der Bieterprozess für die Hypo-Südosteuropabanken neu aufgesetzt wird.

Bieter können noch einmal Angebote machen

Vorbei ist es aber mit den Exklusivrechten mit Advent im Verkaufsprozess. Jetzt können alle Bieter noch einmal mit Angeboten kommen, die im Vorfeld nicht ausgeschieden waren.

Der vom Bund geplante Deal bis Ende November ist damit obsolet. Für die Neuformierung des laufenden Verkaufsverfahrens - das jetzt die Fimbag/Republik vollziehen wird - dürfte es einige Wochen dauern. Bis zu einer Unterschrift werden demnach die ersten Monate 2015 ins Land gehen. Laut EU-Vorgaben hat Österreich Zeit für einen unterschriebenen Kaufvertrag bis Mitte 2015, die Übertragung (Closing) muss bis Ende 2015 erfolgen.