Erstellt am 14. Oktober 2014, 01:24

Essl-Auktion in London brachte 66 Mio. Euro. 40 von 44 Werken aus der Kunstsammlung von bauMax-Gründer Karlheinz Essl wechselten am Montagabend im Londoner Auktionshaus Christie's den Besitzer.

 |  NOEN, APA

Über den erzielten Erlös von umgerechnet rund 66 Millionen Euro zeigte sich Essl "rumdum zufrieden" 44 Werke waren zur Versteigerung avisiert worden. Nachdem eines kurzfristig zurückgezogen worden war, gelangten 43 zur Versteigerung, 39 davon wurden ersteigert, ein weiteres - "Netz" von Gerhard Richter - wurde erst nach offiziellem Abschluss an den Mann gebracht.

Christie's bezifferte vorerst das Gesamtergebnis der Versteigerung mit 46,861.500 Pfund (59,45 Mio. Euro; inklusive Zuschläge). Das monumentale "Netz", das auf 7 bis 10 Mio. Pfund geschätzt worden war, soll weitere 7 Mio. Euro erbracht haben.

Erlös kommt Kunstsammlung und Museum zugute

Die Versteigerung von Werken aus der seit Anfang September im gemeinsamen Besitz von Familienstiftungen der Familie Essl und des Industriellen Hans Peter Haselsteiner stehenden Kunstsammlung sollte nach den Schätzwerten bis zu 76 Mio. Euro einbringen. Der Erlös soll teilweise für die Refinanzierung der Rettung der großen Kunstsammlung vor den Ansprüchen der Gläubigerbanken der angeschlagenen Baumarkt-Kette bauMax, teilweise zur Finanzierung des Betriebs des Essl Museums in Klosterneuburg verwendet werden.

Essl verfolgte die Versteigerung in London mit. "Wir können rundum eigentlich sehr zufrieden sein", resümierte er das Ergebnis. "Für mich ist es wichtig, dass durch diesen Ertrag, den wir heute bekommen haben, sowohl die Sammlung als auch das Museum langfristig abgesichert ist."

Den Spitzenpreis des Abends erzielte "Wolken (Fenster)" von Gerhard Richter mit 6,242,500 Pfund (7,92 Mio. Euro). Sigmar Polkes "Indianer mit Adler" wurde besonders hoch gesteigert. Auf bis zu 2 Mio. Pfund geschätzt, wurde das Bild auf 5,12 Mio. Pfund gesteigert. Die beiden Werke österreichischer Künstler wurden für 182.500 Pfund (Maria Lassnigs "Zwei Maler, drei Leinwände") bzw. 266.500 Pfund ("Der siebente Bezirk" von Friedensreich Hundertwasser) verkauft.