Erstellt am 15. Oktober 2014, 12:29

Verurteilter im "Hummer"-Prozess erlitt Apnoe. Die Folgen eines Atemstillstands sollen den Tod des Österreichers verursacht haben, der Freitag im Gefängnis der südungarischen Stadt Szeged gestorben ist.

Das schrieb die Boulevardzeitung "Blikk". Die Ursache für die Apnoe ist unbekannt. Der Kärntner wurde am 25. September wegen der Tötung eines ungarischen Motorradpolizisten in erster Instanz zu einer 15-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Zu den bisherigen Spekulationen über die Todesursache gehörten sowohl Selbstmord als auch Mord. Erste Untersuchungen der Polizei schlossen ein Fremdverschulden aus, einen Freitod seines Mandanten bezweifelte der Verteidiger des 36-jährigen Österreichers gegenüber der APA. Wie Janos Buza betonte, habe es dafür keinerlei Anzeichen gegeben. Am Todestag habe sein Mandant sowohl am Spaziergang auf dem Hof als auch an den Mahlzeiten, wie dem Abendessen, teilgenommen.

Für Buza wäre auch die Tatzeit von 19.39 Uhr "eigenartig". Wenn ein Mensch Selbstmord verüben wolle, dann sicher in der Nacht, wenn die Mitgefangenen schlafen und so keine Hilfe erfolgen könne. Buza wies weiter darauf hin, dass es in zweiter Instanz durchaus gute Chancen gegeben hätte, das Urteil zu mildern. Hinsichtlich der Spekulationen über eine Medikamentenüberdosis erklärte Buza, sein Mandant habe nur Arzneimittel gegen Zahnschmerzen eingenommen.

Vergabe und Einnahme von Medikamenten würden im Gefängnis streng kontrolliert. Kriminalbeamte hatten die Zelle des Verstorbenen nach Medikamenten-Verstecken durchsucht, wobei es bisher keine Informationen über das Ergebnis gibt.